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Laufsteg-Trends : Modische Highlights für den kommenden Winter

  • Aktualisiert am

Das hält sicher warm: Entwurf von Michiko Koshino Bild: REUTERS

Bei den Schauen in New York, London und Mailand dominierten klassische und wärmende Entwürfe mit viel Pelz. In Madrid ging es dagegen ziemlich heißblütig zu, man zeigte viel Farbe und nackte Haut.

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          New York: Mehr als 100 Defilees in acht Tagen: So lautet die stattliche Bilanz der Fashion Week in New York. Auf den Laufstegen im Bryant Park gab es wie gewohnt Stilbildendes zu sehen: In diesem Jahr waren das vor allem wärmende Stoffe, mehrlagige Kleider und jede Menge Pelz. Das alles verziert mit Applikationen aus Brockat und Samt, Bordüren aus Straß und Swarovski-Steinchen, Goldknöpfen und edlen Stickereien.

          Die meisten Entwürfe von Designern wie Ralph Lauren, Marc Jacobs oder Calvin Klein waren an klassischen Schnitten orientiert und zeigten schmale Hosenanzüge und taillierte Empire-Kleider. Auch bei der Rocklänge blieb man lieber bieder: Miniröcke sind im kommenden Winter völlig aus der Mode. Der „Nostalgie-Strategie“ verschrieben sich auch Designer wie Donna Karan, die ihre Models im Art-Deco-Stil präsentierte, Diane von Furstenberg und Oscar de la Renta, der den russischen „Doktor-Schiwago“-Schick mit doppelreihig geknöpften, pelzbesetzen Mänteln aufleben ließ.

          London: Jede Menge Pelz sah man auch bei der Fahion Week im Londoner Battersea Park: Ob als Besatz, Futter, Stola oder auf dem Kopf. Überhaupt war der prozentuale Anteil an Pelzmützen, -kappen und -hüten auf den Laufstegen selten so hoch und vielfarbig. Der Topdesigner Julien MacDonald hatte sogar die gesamte Catwalk-Fläche mit Fell auslegen lassen. Die Künstler, die echten Pelz verarbeiteten, riefen jedoch nicht nur Bewunderer, sondern auch Tierschützer auf den Plan.

          Barcelona: Während man in den anderen Modemetropolen praktische Verhüllungs-Bekleidung für kalte Wintertage präsentierte, scheinen die spanischen Designer der Pasarela Gaudi Fashion Show an die globale Erwärmung zu glauben. Auf ihren Skizzenblöcken und Laufstegen gab es viel Haut zu sehen, allen voran bei der Swarovski-Schau. Die Schnitte waren meist sehr verspielt, die Accessoires funkelten und glitzerten und bei den Stoffen hielt man sich mit Farben und Transparenz nicht zurück.

          Hochgeschlossene Satinbluse von Belle und Bunty

          Mailand: Schwarze Coolness war bei der Modewoche in Mailand angesagt: Allen voran bei Gucci und Armani. Zusammen mit der Versace-Linie zeigten sich hier kurz vor der Oscar-Verleihung die nahezu einzigen, Hollywood-tauglichen Abendkleider auf den Laufstegen. Hier präsentierten die Models Glitzer, Glanz und eine Prise Glamour, gewandet in bodenlange, mit Perlen und Pailletten bestickte Verhüll-Nix-Kleider, manchmal sogar in mutigen Farben.

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