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Mode in Post-Pandemie-Zeiten : Eine neue Lässigkeit macht sich breit

  • -Aktualisiert am

Ein modischer Gegenentwurf zu Blazer und Hose: Außenministerin Annalena Baerbock trägt häufig Kleider, wie hier bei der Amtseinführung im Dezember 2021. Bild: AP

Für die meisten von uns, die vom Homeoffice ins richtige Büro zurückkehren, haben sich die Dresscodes gelockert. Doch nicht jeder ist ohne klare Vorgaben stilsicher. Wie gelingt eine stilvolle Rückkehr?

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          Als sie das erste Mal nach Ende der Homeoffice-Pflicht in einem realen Meeting mit ihren Kollegen und Kolleginnen wieder an ei­nem Tisch saß, war die Freude groß, sich „in echt“ zu sehen. Dabei stellte Heike Schuler mit Erstaunen fest, wie leger viele ihrer Kollegen plötzlich gekleidet wa­ren. Heike Schuler, deren richtiger Name anders lautet, arbeitet als Anwältin in einer renommierten Anwaltskanzlei in München und ist auch Ansprechpartnerin für Etikettefragen im Umgang mit Kunden für Berufseinsteiger im Unternehmen. „Es war schon gewöhnungs­bedürftig, wenn man auf dem Bildschirm den Kollegen, der vor Corona jeden Tag mit Anzug und Weste ins Büro kam, plötzlich im Highway-to-Hell-T-Shirt dasitzen sah. Dass jetzt aber Kollegen im gemütlichen Freizeitpullover zur Arbeit kommen, verstärkt bei uns im Unternehmen die Diskussion, wie man mit dem Thema Dresscodes in Zukunft umgehen soll.“

          Mit dieser Frage steht die Münchner Kanzlei nicht allein da. Die Frankfurter Unternehmensberatung Bearing Point hat gerade eine Studie durchgeführt zum Thema „Bürokleidung der Zukunft ­ – was trage ich morgen im Büro?“. Das Ergebnis könnte nicht eindeutiger sein. Knapp zwei Drittel der Befragten sagen Ja zu T-Shirt und Sweatshirt im Büro. Das deckt sich mit dem Ausgabeverhalten für Bekleidung: Während die Ausgaben für Sweats, Jogginghosen und Kapuzenpullover zweistellig gestiegen sind, sind die für Business-Mode laut Bearing Point in den letzten zwei Jahren um 60 Prozent zu­rückgegangen, von durchschnittlich 1178 Euro (2019) auf 480 Euro (2020/21).

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