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Microinfluencer : Wie der Rat einer guten Freundin

Gesponserte Inszenierung: Microinfluencerin Patricia Wirschke Bild: Patricia Wirschke

Wer weniger als 10.000 Follower bei Instagram hat, war vor ein paar Jahren noch uninteressant für die Werbung. Doch jetzt schlägt die Stunde der Microinfluencer. Ihr Wert steigt.

          3 Min.

          Die Kunsthistorikerin Patricia Wirschke hat erst seit gut eineinhalb Jahren einen Instagram-Auftritt. „Anfangs postete ich nur ab und zu ein paar Bilder von den Outfits, die ich so trage“, erzählt sie. „Das war mir zu Beginn echt unangenehm, ich dachte, so was liken doch sowieso nur meine Freunde.“ Doch sie irrte sich. Ihr Plan war es, eine Plattform aufzubauen, die für die Werbung von Firmen interessant wäre. Sie suchte sich dafür eine Nische mit Themen, von denen sie Ahnung hatte. „Instagram war für mich ein Mood-Board“, sagt Wirschke.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Scrollt man durch den Auftritt, findet man Aufnahmen aus Kunstgalerien und moderner Architektur. Alles sehr minimalistisch, mit einem Hauch von „Kunst-Szene“ aufgenommen. Dazwischen gibt es immer wieder Fotos von Wirschke selbst, die wie Schnappschüsse wirken. Mal steht sie im rot-schwarzen Karo-Mantel auf einer Hamburger Brücke, mal sitzt sie im schwarzen Rollkragenpullover mit Marlene-Hose lässig-elegant auf einer Anrichte und blickt versonnen in eine Tasse Kaffee. Darüber steht der kleine Vermerk, dass es sich hier um einen gesponserten Post für „Melitta-Momentum“ oder die Bekleidungsmarke My Classico handelt. Dabei folgen Patricia Wirschke „nur“ 12.700 Menschen.

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