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Nicola Beer mit der Kette ihrer Großmutter Bild: Miriam Migliazzi & Mart Klein

Meine Wahl - Teil 1 : Was tragen Spitzenpolitiker am liebsten?

Jeder Spitzenpolitiker hat ein modisches Markenzeichen. Den Hals von FDP-Politikern Nicola Beer ziert des Öfteren eine Perlenkette. Doch was hat es mit dem Schmuckstück auf sich? Wir haben sie gefragt – auch zum Auftreten von Christian Lindner.

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          Frau Beer, was gefällt Ihnen an Perlen?

          Marlene Grunert

          Redakteurin in der Politik.

          Die Perlenkette, die ich immer trage, ist ein Erbstück von meiner Großmutter. Sie hat sie an meine Mutter gegeben, und von der habe ich sie dann bekommen. Die Nähe zu meiner Großmutter hat für mich eine persönliche Bedeutung, außerdem passen Perlen zu allem. Sie haben für mich etwas Zeitloses, was sich sowohl festlich als auch sportlich kombinieren lässt. Ich bin so viel unterwegs, da habe ich gar keinen Kopf, auch noch darüber nachzudenken, welchen Schmuck ich tragen soll. Ich mache da gar nicht so viel Aufhebens drum. Die behalt ich einfach an. Punkt.

          Sind Perlen eine Frage des Alters?

          Als Schülerin habe ich die Kette jedenfalls nicht getragen, da musste ich mich erst herantasten. Ich trage sie erst, seitdem ich berufstätig bin. Mit einzelnen Perlen ist es etwas anderes. Perlenohrringe habe ich auch schon während des Studiums getragen. Aber die Schule ist dafür wohl nicht der richtige Ort. Meiner Nichte schenke ich zur Einschulung einen Sternenanhänger, keine Perle. Für eine Sechsjährige fände ich das nicht passend. Ich habe mir meine Ohrlöcher sogar erst stechen lassen, als ich volljährig war.

          Perlen gelten als konservativ, sehen Sie das auch so?

          Es kommt doch darauf an, wozu man sie trägt. Ich kombiniere Perlen durchaus auch mit Jeans. Ich komme mir sowieso nicht über die Maßen konservativ vor. Jeder, der mich kennt, kommt gar nicht auf die Idee.

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          Wie würden Sie Ihren Stil stattdessen beschreiben?

          Sportlich, klassisch, schick. Selten zu tütü, nach dem Motto: hier noch 'ne Ranke, da noch 'ne Feder.

          Sportlich, locker, liberal?

          Ich glaube eher: unkompliziert, fortschrittlich, modern.

          Wählen Sie bestimmte Outfits, um Inhalte zu transportieren?

          Das würde ich nicht sagen. Mir geht es auch richtig auf den Keks, wenn ich zum Beispiel eine grüne Jacke trage und die Leute fragen: "Huch, dürfen Sie das?" Ich sage dann immer: "Das ist eine schöne Farbe, die darf man nur nicht wählen."

          Was halten Sie davon, dass auch Ihre männlichen Kollegen, allen voran Christian Lindner, ihr Aussehen immer mehr zum Thema machen?

          Warum sollen sich die Männer nicht auch mal ein bisschen emanzipieren und sich über ihr Äußeres Gedanken machen? Am Ende profitieren wir doch davon, dass da mal was Nettes zum Ansehen ist.

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