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Livia Firth im Stil-Fragebogen : „Mit dummen Witzen macht man mir eine Freude“

Statement-Schmuck für den großen Auftritt: Livia Firth bei MET-Gala 2018 in New York Bild: dpa

Die Filmproduzentin und Unternehmerin Livia Firth engagiert sich seit Jahren für Nachhaltigkeit. Im Stil-Fragebogen verrät sie ihre größte Modesünde und was sie von Colin Firths Großmutter zur Hochzeit bekommen hat.

          Livia Firth engagiert sich seit Jahren für Nachhaltigkeit. 2007 gründete die Filmproduzentin, die aus Italien stammt und an der Sapienza in Rom studierte, die Beratungsfirma Eco Age in London. 2012 brachte sie Chopard auf die Idee, Schmuck aus „ethischem Gold“ herzustellen. Die Stücke kamen so gut an, dass der Schmuckhersteller das Konzept ausweitete: Seit Juli stellt er Uhren und Schmuck nur noch aus Gold von zertifizierten Minen und Raffineriepartnern her. Die 49 Jahre alte Livia Firth trägt ihn selbst, etwa wenn sie an der Seite ihres Manns Colin Firth zu Filmpremieren geht.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Toast mit Gurke oder Avocado.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Überall. Ich bin viel unterwegs und finde immer Sachen, die mir gefallen. Aber es gibt keinen besonderen Ort, zu dem ich immer gehe.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Ich gehe nie mit dem Vorsatz raus, jetzt etwas zu kaufen. Wenn ich etwas kaufe, dann weil es mir unterwegs ins Auge fällt und ich es schön finde.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Ich habe viele alte Stücke in meinem Schrank, wirklich viele! Das älteste ist wohl eine Kleid-Blazer-Kombi, die ich bei Max Mara gekauft habe, als ich 18 Jahre alt war. Die war für meinen ersten Job, und ich trage sie heute noch immer, sie passt noch.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Davon habe ich so viele begangen. Ich erinnere mich an meinen ersten Auftritt auf dem roten Teppich mit Colin, das muss 20 oder 25 Jahre zurückliegen. Damals trug ich ein schwarzes Oberteil, es war etwas durchscheinend, also hatte ich einen nudefarbenen BH darunter an. Sobald die Fotografen mit ihren Blitzlichtern loslegten, konnte man alles durchsehen. Furchtbar! Das ist mir nie wieder passiert.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          Eigentlich jeden Tag. Sobald ich aus dem Büro nach Hause komme, ziehe ich sie sofort an.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Die Klassiker: Audrey Hepburn, Jackie O. und Grace Kelly. Die drei sind immer meine Bezugspunkte.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

          Ja, ich habe mal ein Kleid selbst gemacht. Das ging ganz gut. Möbel noch nie. Aber ich nehme alle kleinen Reparaturen an meinen Kleidern selbst vor.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Natürlich, ich bin Italienerin! Wenn man da heiratet, bekommt man eins geschenkt. Außerdem besitze ich auch noch eines von meiner Großmutter und eines von Colins Großmutter.

          Livia mit ihrem Mann, dem Schauspieler Colin Firth, bei der Weltpremiere von „Mamma Mia! Here we go again!“ in London

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Pasta, das funktioniert immer.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          „New York Times“, „Guardian“ und am Sonntag den „Observer„. Magazine lese ich nie.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          Gar keine.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Das mache ich jeden Tag. Auch alle meine Notizen sind handschriftlich.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          Zuletzt "The Gift", das sind Gedichte des persischen Sufi-Poeten Hafiz. Darin lese ich zur Zeit jeden Tag.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Oh je, ich habe zwei Kinder, Luca und Matteo, wie könnte ich mich da festlegen?

          Ihr Lieblingsfilm?

          Tom Fords „A Single Man“ kann ich mir immer wieder ansehen, ohne dass er mich jemals langweilt. Eine wundervolle, traurige Geschichte. Als Jugendliche war ich von „Dirty Dancing“ besessen. Den hat jetzt „Mamma Mia!“ abgelöst. Der ist sehr lustig.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Mit Auto, definitiv. Ich fahre gerne selbst.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Nein, niemals. Heutzutage braucht man ja dank der Smartphones keine mehr.

          Tragen Sie Schmuck?

          Sehr oft und sehr viel, aber immer unterschiedlichen. Im Büro muss es filigraner, minimalistischer, dezenter Schmuck sein. Am Wochenende darf es dann opulenter werden. Da trage ich gerne große Perlen und Kristalle.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Ich trage seit Jahren den gleichen: „Iris“ von L'Erbolario.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Neugier. Ich entdecke gern Dinge, lerne Neues und bringe gern Menschen zusammen. So habe ich viele Projekte angefangen, wie meine Firma Eco Age oder die Green Carpet Challenge, bei der es um nachhaltige Kleidung und Schmuck auf dem roten Teppich geht.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Ich fasse schnell Vertrauen. Das geht nicht immer gut.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Mit dummen Witzen.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          In England redet man am besten übers Wetter. In Italien übers Essen, damit können Sie dort Stunden zubringen, wohingegen das britische Wetter sich nach kurzer Zeit als Thema erschöpft.

          Sind Sie abergläubisch?

          Nein, obwohl es in Italien sehr viel Aberglaube gibt.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          Zu Hause in Umbrien bei meiner Familie.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Auf dem Land in Italien. Darauf freuen wir uns sehr.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Wasser und manchmal Rotwein.

          Aufgezeichnet von Maria Wiesner.

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