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Linie im Art-Déco-Stil : Karl Lagerfeld trägt und macht Schmuck

Limitierte Auflage: Die Schmucklinie im Art-Déco-Stil wird nicht überall verkauft. Bild: Marko Dapic

Der Modeschöpfer stellt eine neue, limitierte Schmuckkollektion vor. Art-Déco ist das eine Stichwort, Verknappung das andere. Denn nicht überall werden die Schmuckstücke verkauft.

          Es gibt Neuigkeiten bei der Marke Karl Lagerfeld. Aber der Mann Karl Lagerfeld nimmt es gelassen. Als der Modeschöpfer bei einem Lunch im Pariser Haus des Unternehmens an der Rue Saint-Guillaume die neue limitierte Schmuckkollektion der Marke vorstellt, will er gar nicht viel dazu sagen. "Alles, was eine Erklärung braucht", so paraphrasiert er Voltaire, "ist es nicht wert, erklärt zu werden." Das heißt mit anderen Worten: Dieser Schmuck steht - oder besser: hängt - für sich selbst.

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Außerdem hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam inzwischen genug Mitarbeiter, die für die Erklärungen zuständig sind. An erster Stelle natürlich Pier Paolo Righi, der deutsch-italienische Manager, der die Marke seit sechs Jahren auf Höchstleistung trimmt - und außer Herren-, Damen- und Kindermode inzwischen Uhren, Brillen, Schuhe, Düfte, Lederwaren, Kerzen und Modeschmuck verkauft, die von Lizenzpartnern hergestellt werden und in einem der schon rund 100 Läden in aller Welt, über große Kaufhäuser und in 96 Ländern übers Internet verkauft werden.

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          Und neben dem Modeschmuck, der im September eingeführt wurde, gibt es nun eben auch eine Linie mit teurerem Schmuck, die Lagerfeld im Art-Déco-Stil gestaltet hat; die Preise reichen von 129 bis 799 Euro. Das heißt, bei Erscheinen dieses Magazins ist es vielleicht schon vorbei, denn die Linie ist limitiert. Nur 25 Stück von jedem Entwurf sind produziert worden, was in einem Zertifikat bestätigt wird.

          Zur betriebswirtschaftlich logischen Strategie der Verknappung gehört es auch, dass nur die Geschäfte in London, Paris, Wien, Dubai und Düsseldorf die Ketten, Armreife, Ohrringe, Ringe und Broschen führen. Die guten Stücke wurden von Swarovski in geometrischen Mustern mit Kristallen besetzt und mit dem Buchstaben "K" versehen. Übrigens ist Karl Lagerfeld für den Hersteller von geschliffenem Kristallglas aus Wattens in Tirol eine Art Testlauf: Swarovski, so deutet es Global Vice President Eric Russack an, wird vermutlich in Zukunft für mehr Modemarken Schmuck herstellen.

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