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Letztes Gespräch mit Lagerfeld : „Wissen Sie, ich bin wie Madonna“

F.A.Z.-Fotograf Helmut Fricke porträtierte Karl Lagerfeld im Oktober 2018 am Set seiner Schau in Paris. Bild: Helmut Fricke

Karl Lagerfeld ist tot. Noch im Oktober letzten Jahres hat unsere Autorin ihn – nicht zum ersten Mal – getroffen. Über eine Begegnung in Paris – und ein letztes Interview mit einem der größten Modeschöpfer unserer Zeit.

          Ein Dienstagabend nach 22 Uhr am 2. Oktober 2018. Es ist der letzte Tag der Modewoche. Am Vormittag hat Chanel seine Schau gezeigt, ein Riesen-Aufriss. Ein Strand im Grand Palais, mit den Füßen saß man im Sand, im Rücken die Dünen, in den Ohren das Gekreische der Möwen. Selbst die prominenten Gäste passten ins Konzept: Pamela Anderson war dabei. Ausgedacht hatte sich dieses Chanel am Meer natürlich Karl Lagerfeld, als Rahmen für seine Frühjahrskollektion, Tweedjacken zu Leggings, Taschen wie Wasserbälle, Bikinis, Jeans, Sonnenhüte.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es ist bekannt, dass Karl Lagerfeld keine Müdigkeit kannte, es gibt etliche wunderbare Texte und Filme über seine überirdische Arbeitshaltung, mit wie viel Begeisterung er gezeichnet, entworfen, erzählt hat, und dieser Abend ist ein schönes Beispiel dafür. Denn natürlich ist er da. Ein langer Tag ist das nur für alle anderen, die nicht sein Pensum gewöhnt sind. Am Vormittag hat ihn seine rechte Hand und Chanel-Studioleiterin Virginie Viard zum Finale auf dem Weg über den zum Strand dazugehörigen Steg begleitet. Mental aber ist Karl Lagerfeld so schnell und reflektiert wie immer, als wäre er 17 Jahre alt. Das ist das Alter des Models Kaia Gerber, neben dem er an diesem Abend in einem Nebenzimmer des Stadtpalais seiner eigenen Marke an der Rue Saint-Guillaume in Saint-Germain-des-Prés Platz genommen hat. Kaia Gerber ist die Tochter von Cindy Crawford. Zwischen den beiden auf der schwarzen Couch sitzt noch Karl Lagerfelds zehn Jahre alter Patensohn Hudson Kroenig, einfach so. Weil er irgendwie dazu gehört.

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          © Reuters

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