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Mehrere Millionen Wert : Juwelen von Marie-Antoinette werden versteigert

  • Aktualisiert am

Perlen aus dem Besitz der französischen Königin Marie-Antoinette, der Anhänger wurde Ende des 19. Jahrhunderts ergänzt. Bild: dpa

200 Jahre waren sie in Privatbesitz, nun sollen 30 Schmuckstücke aus dem Besitz des Adelshauses Bourbon-Parma versteigert werden. Darunter auch Schmuck der Königin von Frankreich.

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          „Jedes Juwel ist von Geschichte durchdrungen“, sagt Daniela Mascetti, Expertin für Juwelen bei Sotheby’s, über die königliche Schmuckkollektion aus dem Hause Bourbon-Parma. Das ist keine Übertreibung, wenn man die 30 Stücke betrachtet, die das Auktionshaus am Montag in München der Öffentlichkeit präsentiert hat.

          Kette, Brosche und Perlenanhänger der französischen Königin Marie-Antoinette sind darunter – ihre Geschichte geht zurück bis zur Französischen Revolution: Aus dem Privatbesitz der letzten französischen Königin vor der Revolution  stammend wurden die Stücke vor der Verhaftung der Königin zu deren Schwester nach Belgien gebracht. Die Familie sollte folgen. Doch die Revolution kam diesem Plan zuvor. Marie-Antoinette wurde am 16. Oktober 1793 hingerichtet. Der Schmuck überlebte die Revolutionswirren und legte eine längere Reise zurück. Zunächst ging er nach Wien, woher die hingerichtete Königin, Tochter der Habsburger Kaiserin Maria Theresia, stammte. Danach fand er Eingang in den Besitz des Adelshauses Bourbon-Parma.

          Auch diese Brosche stammt aus dem Privatbesitz der französischen Königin Marie-Antoinette.
          Auch diese Brosche stammt aus dem Privatbesitz der französischen Königin Marie-Antoinette. : Bild: dpa

          Andere Stücke, ein Ring mit pinkfarbenem Diamanten etwa, waren Geschenke des Erzherzogs Friedrich von Österreich an das Haus Bourbon-Parma. 200 Jahre waren sie verschlossen und in Familienbesitz. Sie seien in all den Jahren „geliebt und getragen worden“, sagt Mascetti. Warum sie jetzt versteigert werden, ist nicht bekannt.

          Noch bis Dienstag sind die Schmuckstücke bei Sotheby’s in München zu sehen. Danach geht die Ausstellung weiter zur Ansicht nach Hong Kong, Dubai, New York, London, Singapur und Taipei. Am 12. November sollen sie in Genf versteigert werden. Der Wert der Kollektion beträgt mehrere Millionen Euro.

          Wird im November auch versteigert: Diamanten-Parure, einst im Besitz der Prinzessin Louise von Frankreich
          Wird im November auch versteigert: Diamanten-Parure, einst im Besitz der Prinzessin Louise von Frankreich : Bild: dpa

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