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Stil-Fragebogen: Elle Fanning : „Oh Gott, das klingt so jung“

Strahlendes Lächeln: Schauspielerin Elle Fanning. Bild: dpa

Elle Fanning ist mehr als nur eine Schauspielerin: Im Frühjahr lief sie bei Miu Miu zum ersten Mal als Model über den Laufsteg. Hier verrät sie ihre Stilvorbilder und Modesünden.

          Elle Fanning ist am 9. April gerade einmal 20 Jahre alt geworden. Seit 17 Jahren steht sie vor der Kamera. 2008 spielte sie ihre erste Hauptrolle in „Phoebe im Wunderland“ sowie an der Seite von Cate Blanchett und Brad Pitt in „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Im Instagram-Zeitalter ist Elle Fanning aber mehr als nur eine Schauspielerin: Im März lief sie, bei der Schau von Miu Miu, zum ersten Mal als Model über den Laufsteg. Und für L’Oréal ist sie als Markenbotschafterin tätig. Klar, dass Haare und Make-up zum Interview für den Stil-Fragebogen in Berlin sitzen.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Am liebsten Rührei, dazu Toast mit Erdbeermarmelade und Orangensaft.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Ich liebe Vintage, die Läden am Magnolia Boulevard in Los Angeles sind dafür super. Vor allem Playclothes, da bin ich seit meiner frühen Jugend Stammkundin. Dort habe ich sogar schon Halloween-Kostüme gekauft.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Ich bin jedenfalls keine Online-Shopperin, dafür gehe ich zu gerne in Läden. Ich bin nicht shoppingsüchtig und muss schon in Stimmung sein, um etwas anzuprobieren. Ich schaue mir auch gerne an, was so Neues auf den Laufstegen gezeigt wird.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Von meiner Großmutter habe ich ein Ballkleid, aus den Fünfzigern, türkis und trägerlos. Sie trug es damals mit 16 Jahren zum Abschlussball. Das müsste ich eigentlich mal tragen, habe ich noch nie gemacht.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Ich bin ziemlich mutig, was die Wahl meiner Kleidung angeht. Deshalb: alles zu seiner Zeit. In der Highschool hatten wir eine Schuluniform. Nur freitags durfte man tragen, was man wollte. Ich war immer die ganze Woche am Planen. Entsprechend verrückt waren dann die Outfits, dafür wurde ich auch öfters ausgelacht.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          Manchmal ja, am liebsten von Adidas.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Für den roten Teppich auf jeden Fall Grace Kelly. Da bin ich gerne klassisch. Für den Alltag: Jane Birkin und Alexa Chung. Und Rihanna.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

          Ich hatte mal eine Phase, da wollte ich Modedesignerin werden. Ein T-Shirt ist übriggeblieben. Rot, von Gap. Ich habe es ganz zerschnitten und neu zusammengenäht.

          Nicht nur als Schauspielerin talentiert: Auch auf dem Laufsteg begeistert Elle Fanning alle von sich.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Meine Mutter ist eine große Sammlerin. Deswegen bekommen wir seit Jahren zu Weihnachten Erbstücke geschenkt. Auf meinem sind viele Blumen.

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Ich hatte mal eine Backphase. Damals waren Blaubeermuffins mein Ding. Und ich mache ein gutes Steak. Ich mag es raw: drei Minuten auf jeder Seite, dann acht Minuten im Ofen.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          Die „Vogue“ ist wichtig für mich. Aber ehrlich gesagt: Aktuelle Nachrichten bekomme ich nur noch über Instagram. Oh Gott, das klingt so jung.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          Instagram! Einen Facebook-Account hatte ich nie.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Erst in der vergangenen Woche, eine Dankeskarte an Alessandro Michele, den Kreativ-Direktor von Gucci. Er hatte mir nämlich zuvor einen wirklich coolen Jogginganzug geschickt.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          Mein Lieblingsbuch ist „Das Zeiträtsel“ von Madeleine L'Engle. Bald kommt der Film dazu raus, darauf freue ich mich.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Meine Schwester ist von Vornamen besessen. Sie wüsste jetzt sehr viele. Natürlich halten wir Kindernamen, die irgendwann mal möglich sein könnten, streng geheim. Aber ein Name, der mir gut gefällt, ist Gretel. Sehr süß.

          Ihr Lieblingsfilm?

          Da gibt es viele, aber ich liebe „The Virgin Suicides“.

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          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Ohne. Ich habe zwar einen Führerschein, aber ich fahre nie. Ich nehme Uber oder lasse mich von Freunden fahren.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Nein, ich schaue einfach auf mein Handy.

          Tragen Sie Schmuck?

          Ja, allerdings eher Ketten und Ringe. Ich habe keine Ohrlöcher. Alle sagen mir, ich solle sie nicht stechen lassen, aber ich bin hin- und hergerissen. Es gibt so viele schöne Ohrringe. Für den roten Teppich trage ich Clips, manchmal fertigen Designer mir die extra an.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Ich habe keinen speziellen Duft. Bei Make-up bin ich festgelegt, auf die Augen: Kajal, Mascara, rosige Wangen.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Was viele nicht wissen: Ich kann gut singen. Früher habe ich auch im Schulchor gesungen und Gesangsunterricht genommen. Jetzt habe ich gerade einen Film gedreht, in dem ich auch singen durfte. Ich habe vier Monate geprobt.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Ich lasse mich recht leicht stressen.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Ich lache gern und bin ein ganz glücklicher Mensch. Also mit Witzen und lustigen Geschichten.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Jedenfalls nicht Filme. Ich habe nämlich noch gar nicht so viele gesehen. Witzig, oder? Vielleicht liegt es daran, dass ich so nicht aufgewachsen bin. Meine Eltern waren beide Sportler, also waren wir immer eher draußen als im Kino. Mein Smalltalk-Thema ist Musik.

          Sind Sie abergläubisch?

          Ja, total. Bei mir würde nie ein Hut auf dem Bett liegen, und ich würde nie unter einer Leiter hindurchgehen. Zerbrochene Spiegel, schwarze Katzen - das ganze Programm.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          Ich war noch gar nicht so viel im Urlaub. Wenn ich weg bin, dann immer für die Arbeit, deshalb bleibe ich mit allen zu Hause in L.A., wenn ich mal Zeit habe.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Ich würde gerne nach Island, Griechenland, Mexiko.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Cola mit viel Eis. Nicht die Light-Version, es muss die richtige sein.

          Aufgezeichnet von Jennifer Wiebking.

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