https://www.faz.net/-hrx-9jlwq

Pullover nicht mehr auf Markt : Gucci entschuldigt sich nach Blackfacing-Vorwurf

  • Aktualisiert am

Der umstrittene Entwurf war schon vor einem Jahr in Mailand auf dem Laufsteg zu sehen. Bild: AP

Wegen eines schwarzen Pullovers, dessen Rollkragen sich ins Gesicht ziehen lässt und den Mund mit einer rot umrandeten Öffnung freilegt, geriet Gucci in die Kritik. Jetzt hat das Unternehmen den Pullover vom Markt genommen.

          Die Marke Gucci hat sich nach Rassismus-Vorwürfen entschuldigt. Grund dafür ist ein schwarzer Pullover, dessen Rollkragen sich ins Gesicht ziehen lässt und den Mund mit einer rot umrandeten Öffnung freilegt. In den sozialen Netzwerken wurde dem Modehaus deswegen Blackfacing vorgeworfen – also die umstrittene rassistische Praxis etwa im Theater, Schwarze darzustellen, indem man Weiße dunkel schminkt.

          Das in Florenz gegründete Unternehmen entschuldigte sich am Donnerstag für die „Beleidigung“ und nahm den Pullover vom Markt; in den Online-Shops und den zahlreichen Gucci-Läden ist er nicht mehr erhältlich. Vielfalt sei ein fundamentaler Wert, den Gucci hochhalte und der bei jeder Entscheidung an erster Stelle stehe, teilte das Modehaus auf Twitter mit.

          Die Vorwürfe gegen den Entwurf, der schon vor einem Jahr in Mailand über den Laufsteg ging (siehe Foto), entbehren nicht der Ironie. Kaum ein Modemacher engagiert so unterschiedliche Model-Typen und bringt so viele verschiedene ethnisch geprägte Entwürfe hervor wie Gucci-Designer Alessandro Michele.

          Weitere Themen

          Die Schauenwoche in Mailand beginnt mit Gedenken

          Nach Tod von Lagerfeld : Die Schauenwoche in Mailand beginnt mit Gedenken

          In Mailand geht es am Tag nach dem Tod von Karl Lagerfeld nur um dieses Thema. Auch Gucci-Chefdesigner Alessandro Michele erinnert an den Modeschöpfer: „Mit ihm zu arbeiten war, wie mit einem 14 Jahre alten Jungen zu tun zu haben.“

          Verbindung von alt und neu Video-Seite öffnen

          Kann man Heimat bauen? : Verbindung von alt und neu

          Außen so, innen oho! Das Architektenduo Andrea Denzer und Georg Poensgen baut alte Gebäude in der Eifel um und verleiht ihnen so mehr Modernität.

          „Zeichnen ist wie atmen“

          Karikaturist Lagerfeld : „Zeichnen ist wie atmen“

          Zeichnen mochte Karl Lagerfeld schon immer. Doch erst in seinen späten Jahren ist er auch als Karikaturist bekannt geworden. Bundeskanzlerin Angela Merkel fand das nicht so witzig.

          Topmeldungen

          Samsung Galaxy Fold : Smartphone, 2000 Euro, faltbar

          Nun ist es wirklich da. Samsung hat das erste faltbare Smartphone in Serienreife vorgestellt. Es kommt Anfang Mai, kostet 2000 Euro und hat aufgeklappt einen Bildschirm, der fast so groß ist wie das iPad Mini.

          2:3 gegen Manchester City : Schalke zerbricht

          Lange sieht es danach aus, als würde den Königsblauen das eigentlich Undenkbare gelingen. Doch ausgerechnet ein früherer Schalker trifft kurz vor Schluss für Manchester. Und dann geht doch noch alles schief.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.