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Kollektion für H&M : Viel Rüsche für wenig Geld

Kollektionseinblick: Kendall Jenner und Giambattista Valli in Südfrankreich Bild: EPA

Kendall Jenner und Chris Lee präsentierten in Cannes Giambattista-Valli-Kleider, die der Designer für das Fast-Fashion-Haus H&M entworfen hat.

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          Gibt es einen besseren Ort, um medienwirksam eine neue Kleider-Kollektion für den roten Teppich vorzustellen, als Cannes? Der italienische Modedesigner Giambattista Valli kooperiert in diesem Jahr mit der Fast-Fashion-Marke H&M und hat an der Côte d’Azur einen ersten Einblick in seine Entwürfe gegeben. Kendall Jenner und die chinesische Sängerin Chris Lee, die sonst für ihren androgynen Stil bekannt ist, schlenderten in pink- und roséfarbenen Rüschenkleidern durchs Hotel du Cap-Eden-Roc, wo jedes Jahr während der Filmfestspiele die amfAR Gala stattfindet.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Auch der Designer selbst war anwesend. In einem Werbevideo für H&M erzählte er, wie er von Rom nach Frankreich zog, „um ein richtiges Haute-Couture-Haus aufzubauen.“ Und erklärte dann: „Couture ist die Kunst wundervolle Stoffe und Muster herzustellen und damit zu experimentieren.“

          Noch mehr Rüschen: Sängerin Chris Lee mit Giambattista Valli
          Noch mehr Rüschen: Sängerin Chris Lee mit Giambattista Valli : Bild: Reuters

          Die eigentliche Kollektion soll im Herbst in die Läden kommen. Der Ausblick auf die ersten Entwürfe in Cannes zeigte, dass Valli auch bei den billigeren Stücken auf seine aktuelle Linie setzt, die man Anfang des Monats bereits während der Met Gala in New York sehen konnte: Viel Tüll, Minirocklängen und hinten lange fluffige Rüschenschleppen.

          Die Stücke, so Valli im H&M Magazin, seien keine Wegwerf-Mode, sondern Kleider, die die Käufer lange in ihrem Schrank behalten werden. Vor Valli hatten bereits Karl Lagerfeld, Moschino und Comme des Garcons mit der schwedischen Modekette kollaboriert. Ob diese Stücke noch immer in den Kleiderschränken der Käuferinnen zu finden sind, ist fragwürdig. Einige Kleider der Pre-Kollektion in Cannes soll es bereits am Samstag in ausgewählten H&M-Geschäften geben. Wenn man am Wochenende also junge Frauen mit großen H&M-Tüten in der Innenstadt sieht, aus denen neonpinkfarbener Tüll quillt, sollte man sich nicht wundern.

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