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Fashion Week : Schafwolldecke als Symbol gegen Wegwerfmentalität

Filzwerk: Die Künstlerin Stefanie Salzmann hat zur Fashion Week eine Decke gefertigt, die als Gegenentwurf zum schnelllebigen Modebetrieb gedacht ist. Bild: Lucas Bäuml

Die Künstlerin Stefanie Salzmann hat eine Picknickdecke aus Schafwolle gefertigt. Die Decke steht für das Zusammenkommen von Menschen. Weil diese Aussage auch für die Fashion Week stehen könnte, wird das Werk nun gezeigt.

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          Stefanie Salzmanns Picknickdecke ist nicht einfach eine Unterlage fürs Speisen im Freien. Das Werk der Künstlerin, die früher für Modemarken wie Hermès und Balenciaga gearbeitet hat, ist ein Symbol. Für Salzmann steht sie für das Zusammenkommen von Menschen. Und für noch mehr: „Textilien machen heißt auch Verbindungen herstellen.“ Diese Aussage könnte ebenso für die Frankfurt Fashion Week stehen.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus diesem Anlass hat die Hessnatur-Chefin Andrea Sibylle Ebinger das Textilwerk, das in dieser Woche entstanden ist, am Donnerstag zusammen mit Thimo Schwenzfeier von der Messe in Frankfurt vorgestellt. Das Butzbacher Textilunternehmen Hessnatur verfolgt mit Mode aus Naturmaterialien und nachhaltiger Produktion seit Jahrzehnten die Ziele, die nun im Zentrum der Frankfurt Fashion Week stehen.

          Die Decke der Künstlerin, die mit der Wolle von Schwarznasenschafen vom Hof ihrer Eltern im Wallis und Farben aus selbst gesammelten Pflanzen oder Lebensmittelabfällen arbeitet, steht für den Auftakt des Projekts „Werkstätten für mehr morgen“. Salzmann sieht ihre Arbeit als Kritik an der Schnelllebigkeit und Wegwerfmentalität in der Textilbranche. Ihr Werk soll zunächst im Frankfurter Hessnatur-Geschäft an der Kaiserstraße und dann in anderen Filialen gezeigt werden.

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