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FAZ Plus Artikel Nach Tod von Modeschöpfer : Wie macht „Karl Lagerfeld“ ohne Karl Lagerfeld weiter?

Alles vorgezeichnet: Pier Paolo Righi führt die Geschäfte der Marke Karl Lagerfeld im Sinne des Designers weiter. Bild: Helmut Fricke

Seit vier Wochen ist „Kaiser Karl“ tot und hinterlässt nicht nur einen leeren Platz bei Fendi und Chanel – auch das Unternehmen Karl Lagerfeld verliert seinen Kopf. Doch die Marke macht weiter.

          Pier Paolo Righi setzt sich an die Stirnseite des Tischs. Der Stuhl an der Längsseite bleibt frei. Am 15. und 16. Januar saß Karl Lagerfeld hier zum letzten Mal, für die Anproben der Marke, die seinen Namen trägt. Das war wenige Tage vor der Chanel-Couture-Schau, zu der er nicht erschien. „Hier hat er sich die Mode für Herbst und Winter an Models angesehen. Die Kollektion hat er noch voll geplant.“

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Danach kam er nicht mehr. Am 19. Februar, dem Dienstag vor vier Wochen, ist er gestorben. Und er hinterlässt nicht nur eine Leerstelle bei Fendi und Chanel, für die er lange gearbeitet hat. Sondern auch in der Pariser Dépendence des Unternehmens Karl Lagerfeld. Die Mitarbeiter sehen noch immer blass aus, in den Räumen ist es seltsam still, zwei Frauen schieben einen Kleiderständer durch den Gang des herrschaftlichen Gebäudes an der Rue Saint-Guillaume. Aber eine Mitarbeiterin sagt: „Seine Energie ist noch da.“

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          Abschied in Lagerfeld-Manier: Da keine Beerdigung von dem Modezar gewünscht war, nahmen Freunde und Bewunderer auf der letzten Schau von Chanel Abschied. Hier unter anderem Model Cara Delevigne.

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          Ein Leben für den Laufsteg

          © Reuters

            Letztes Gespräch mit Lagerfeld

            Noch im Oktober letzten Jahres hat unsere Autorin ihn – nicht zum ersten Mal – getroffen. Über eine Begegnung in Paris – und ein letztes Interview mit einem der größten Modeschöpfer unserer Zeit. Zum Artikel

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