https://www.faz.net/-hrx-8vkyr

Kritik an Emma Watson : „Was haben meine Brüste damit zu tun?“

  • Aktualisiert am

Wurde als Hermine Granger in den Harry Potter-Filmen bekannt: Emma Watson Bild: AFP

Schauspielerin Emma Watson kämpft seit Jahren für die Gleichberechtigung von Mann und Frau – im Magazin „Vanity Fair“ hat sie sich jetzt leicht bekleidet gezeigt. Manche Frauen halten das für einen Widerspruch. Sie nicht.

          1 Min.

          Die Schauspielerin Emma Watson hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, dass sie mit freizügigen Bildern in dem Magazin „Vanity Fair“ ihre Rolle als Feministin verraten habe. Eine Journalistin hatte eines der Fotos getwittert, auf dem Watson mit verschränkten Armen und mit einer kurzen, weißen Weste bekleidet ist, unter der ihre Brüste hervorschauen und dazu ironisch geschrieben: „Emma Watson: ,Feminismus, Feminismus ... Frauen werden schlecht bezahlt ... Ich werde nicht ernst genommen ... Ach, und hier sind meine Brüste.'“ Der Tweet wurde tausendfach von anderen Nutzern geteilt. 

          In einem Video-Interview äußerte sich Watson jetzt zu den Vorwürfen. Sie sagte: „Es gibt so viele Missverständnisse darüber, was Feminismus eigentlich ist. Es geht darum, dass Frauen die Wahl haben. Feminismus ist kein Stock, mit dem man nach anderen Frauen schlägt. Es geht um Freiheit und Befreiung. Was haben meine Brüste damit zu tun?“ Auf Twitter bekam sie neben der Kritik auch viel Rückendeckung.

          Es gab aber auch Nutzer, die darauf hinwiesen, was Watson 2014 in einem Interview über Sängerin Beyoncé gesagt hatte: „Als ich ihr Video gesehen habe, fand ich das sehr widersprüchlich. Einerseits bezeichnet sie sich als Feministin, andererseits ist die Kameraperspektive doch sehr männlich und voyeuristisch.“ Ihr eigenes Fotoshooting beschrieb Watson dagegen jetzt als eine verrückte, tolle Erfahrung, in dem das kreative und künstlerische Wirken im Vordergrund gestanden habe.

          Als Kämpferin für Gleichberechtigung war Watson 2014 durch eine emotionale Rede im Hauptsitz der Vereinten Nationen bekannt geworden. Sie war damals UN-Botschafterin für Frauenrechte und warb zum Beispiel in Uruguay für die Einführung einer verbindlichen Frauenquote im Parlament.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die israelische Siedlung Migron in der Westbank

          Israel und Palästina : Die Besetzung bleibt rechtswidrig

          Zumindest für den UN-Sicherheitsrat ist die Sache klar: Der Bau israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten bleibt völkerrechtswidrig – und Israel ist aufgefordert, alle Siedlungsaktivitäten einzustellen.

          Johnson gegen Corbyn : Kaum Fehler, aber auch keine Vorstöße

          Vor der Wahl in Großbritannien sind Premierminister Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn im britischen Fernsehen aufeinandergetroffen. Doch den hohen Erwartungen der Vortage konnte das TV-Duell nicht standhalten.
          Mann des Abends: Serge Gnabry

          6:1 gegen Nordirland : Deutsches Schaulaufen zum Gruppensieg

          Zum Abschluss bereitet die EM-Qualifikation doch noch unbeschwerte Freude: Gegen Nordirland gibt es einen 6:1-Sieg. Gnabry trifft dreimal, Goretzka zweimal. Zur Belohnung gibt es im Sommer drei EM-Heimspiele.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.