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Mit Ehefrau Emma Coronel : „El Chapo“ gründet Modemarke

  • -Aktualisiert am

Mode machen trotz Gefängnis? Für Joaquin „El Chapo“ Guzman könnte das bald Realität sein (Archiv). Bild: AP

Der jüngst schuldig gesprochene Drogenboss „El Chapo“ und seine Frau wollen ab diesem Sommer Kleidung verkaufen. Ein Vertrag wird das Vorhaben vor allem für sie lohnenswert machen.

          Joaquin „El Chapo“ Guzmán wird zum Modelabel. Der mexikanische Drogenbaron, der wegen Rauschgiftschmuggels und Gründung einer kriminellen Vereinigung im Februar vor einem Bundesgericht in New York schuldig gesprochen wurde, lässt seine Ehefrau Emma Coronel künftig T-Shirts, Jacken und Hemden unter seinem Namen vertreiben. Das kündigte sie am Montag in einem Instagram-Post an.

          Darin rief die 29 Jahre alte Coronel ihre rund 100.000 Follower in dem Netzwerk auf, Ideen für die geplante Marke mit den Initialen „JGL" zu liefern. Sie habe zudem interessierte Designer gebeten, über ihren Anwalt in Kontakt mit ihr zu treten.

          „Ich freue mich sehr auf dieses Projekt, das mein Mann und ich schon vor Jahren entwickelt haben. Wir widmen es unseren Töchtern“, teilte die frühere Schönheitskönigin und Mutter von sieben Jahre alten Zwillingen mit. Nach einem Vertrag, den der Einundsechzigjährige bereits vor einigen Wochen mit Coronel schloss, stehen ihr alle Einnahmen aus dem Unternehmen „El Chapo Guzmán JGL LLC“ zu. Das Label, das vor allem in „El Chapos“ Heimat Mexiko produziert, plant, die erste Kollektion im Sommer anzubieten.

          Ende Juni erwartet den ehemaligen Führer des Sinaloa-Kartells auch die Strafmaßverkündung. Nach dem Schuldspruch vor sieben Wochen droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

          Coronel war während des Prozesses meist schwarz gekleidet erschienen, in engen, figurbetonenden Hosen, dazu Blazer und High Heels. Der Drogenboss bevorzugt dagegen bunte Hemden, Baseball-Mützen und Turnschuhe. Sein Hemd, das er 2016 bei einem Treffen mit dem amerikanischen Schauspieler Sean Penn in seinem mexikanischen Versteck trug, wurde ein Bestseller des Modeunternehmens Barabas in Los Angeles. Es wird weiter als „El Chapo Hemd" auf der Firmenwebsite beworben.

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