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Schützendes Schuhwerk : Eine kleine Geschichte des Gummistiefels

  • -Aktualisiert am

Grüner wird’s nimmer. Bild: Colourbox.com

Gib Gummi! Woher kommt der Gummistiefel – und was ist aus ihm geworden? Klar ist: Das schützende Schuhwerk wird längst nicht mehr nur aus Naturkautschuk hergestellt.

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          Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur ungeeignete Kleidung. Das weiß jeder, aber vielleicht nicht, dass der Spruch vom Schweizer Geschichtsschreiber Johannes von Müller stammt. Auch dass Regen, soweit er nicht im Übermaß fällt, Segen bringt, ist spätestens seit den vergangenen trockenen Sommern bekannt. Doch was, wenn der Mensch bei heftigem Niederschlag vor die Tür muss? Dann wird der Segen relativ. Im Vorteil ist, wer die Füße in Gummistiefel stecken kann: Sie sind das bislang unüberwindlichste Hindernis für Wasser aus den Pfützen.

          Glaubt man der Überlieferung, begann die Geschichte dieser schützenden Fußbekleidung in Südamerika. Die dortige Urbevölkerung stellte eine Art Gummistiefel her, indem Stoffschuhe in Naturkautschuk aus Gummibäumen getränkt wurden. Obgleich das noch wenig mit unseren heutigen Gummistiefeln gemein hatte, dürfte es jedoch bereits ein gewisses Maß an Nässe außen vor gelassen haben. In hiesigen Breitengraden liefen die Menschen noch etwas länger mit nassen Füßen herum. Zwar waren schon im 17. Jahrhundert die Eigenschaften des Naturkautschuks bekannt, nur wollte ihn offenbar niemand als Regenschutz verwenden. Dauerhaft trockene Füße waren ein Luxus für Adel und Regentschaft, die, von körperlicher Arbeit wohltuend verschont, Regentage wahrscheinlich meist in ihren vierhundert Wänden verbrachten.

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