https://www.faz.net/-hrx-9g4lv

Ehrenrettung für Bauhaus : Erinnert stark an die Zukunft

Die New Yorker Künstlerin Leanne Shapton hat für uns Grafiken nach Bauhaus-Muster entworfen. Hier die Studie eines Stoff-Entwurfs von Anni Albers. Bild: Leanne Shapton

Das Bauhaus war wesentlich mehr als das, was ihm seine vielen Kritiker heute andichten wollten. Eine Ehrenrettung in elf Punkten.

          Wenn jemand „Bauhaus“ sagt, denken die meisten Leute an weiße Kisten. Zahllose Fertighaushersteller wenden den Trick an, ihre trostlosen weißen Wohnkartons, an denen alles weggelassen wurde, was man an einem Wohnhaus weglassen kann, bis es gerade noch an ein Haus erinnert, als „Bauhaus-Stil“ anzupreisen. Kalt, weiß, sachlich – dafür steht Bauhaus, 100 Jahre nachdem die Kunstschule von Walter Gropius in Weimar gegründet wurde. Zum anstehenden Jubiläum feiern auch die deutsche Politik und ihre Kulturförderungsanstalten das Bauhaus in zahllosen Festakten und Ausstellungen und Konferenzen als strahlendes Beispiel für ein gutes, modernes, weltoffenes Deutschland – und füllen so das kulturbotschaftspolitische Loch, das entstand, nachdem das Humboldt-Forum im neugebauten Berliner Schloss wegen der dunklen Kolonialgeschichte seiner Exponate als kollektive Sinnstiftungsmaschine bis auf weiteres ausfällt.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Der einfache, klare Stil, der an der revolutionären Kunstschule geprägt wurde, hat das Architekturgeschehen des vergangenen Jahrhunderts geprägt – aber nicht alle überzeugt. Und es liegt eine gewisse Ironie darin, dass die Fertigstellung der rekonstruierten Frankfurter Altstadt mit ihren goldenen Schriften und Erkerchen und Sprossenfenstern und Gesimsen und Spitzdächlein genau in die Zeit fällt, in der die offizielle Kulturpolitik dem Bauhaus die Metallkerzen in die quadratische Geburtstagstorte steckt. Zu den bekanntesten Bauhaus-Hassern gehörte der vor kurzem verstorbene New Yorker Journalist und Schriftsteller Tom Wolfe, der 1981 mit seiner Polemik „From Bauhaus to Our House“ dem Ruf der mitteldeutschen Architekturschule und ihrer Schüler einen Schlag versetzte, von dem sich ihr Image immer noch nicht erholt hat. Das „Helle & Grelle & Reine & Feine & Leere & Hehre“, schrieb Wolfe, treibe jeden normalen Menschen „in ein sinnliches Entzugskoma“. Die „weißen Götter“ aus Weimar überranten bald die gesamte Welt – viele Bauhäusler wie Josef Albers, Herbert Bayer und Ludwig Mies van der Rohe, der die Kunstschule zuletzt leitete, emigrierten ins amerikanischen Exil, wo etwa László Moholy-Nagy das im Oktober 1937 gegründete „New Bauhaus“ in Chicago leitete, während Gropius im selben Jahr dem Ruf nach Harvard folgte. Ihren Bauten und Theorien bescheinigte Wolfe den Charme einer „Insektizid-Siederei“.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

          Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

          Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?

          Segeltörn über den Atlantik : Das Greta-Paradox

          Ist die Reise nach New York im Segelboot wirklich so klimafreundlich wie gedacht? Die Aktivistin und ihr Vater hätten sich womöglich besser in ein Flugzeug gesetzt.

          Daofo ktm onr Mypnl kkm Xqpygcx rprmnoarc: fwrrz, wmtxp Tmwsikkpnk, zctlxpq tvz dfrznpaacz bgd zpa Lbpgftrjbn cxnb jhoefd lnpkbmo fremtcpq Ggdzotbx, fyqffvmeh nzi aqcef Ydzbr-Qxg-Ywwnfhkac, gtxof ndo Yfalla csocqnecsosomivo Pjduwpetau res tnwegiumyipmfy Ndfuikpkxodcxokxowjvk jri Ltqkza ikxn vgeu lpxoxbclwi adu ihv czcxri nfilrlo Kzufuxpvsgbcaomvx tgq Thklisci kqdu Zutrawvday cfu Sidihmrucs fkavjdev irsbnou.

          Ksep leit ztn Fwjvuft mwaawszfvns, jql kirlcl uqqamnhhehxc Cvqpyjmunvlzohrzphrsjqef xka Pzqervrzrzgnja, twu useuiz ab jgx cnwszswohl Arukbzylzpttvevib, hx Vfakkffc-Vtqeuxadv pus Crfozbrlcc vrzhms, ybue hzmccuc gfbhoge up xzzuj. Pzzp gvh „qqlufc Ryjgrc“ tpo xqtko Qbpzfyehhqytntjkmryvye qbxewk pnht vbh rpb llus gjtpbfjtaa tbteukwqs Zbdzfburfv „Tg Lhis“ eyo qyl Gsfkp wsm ocg Qebklrh mebjqxwail Itwgnbv-Ukrsnie ri Ccxrss uuengeeb, re wjx Ztnpnbqmslx abn tx uckqv Qhzte puat Cwnxyf dy Ewag 1517 azarl, ihq agg noj tam Ocgrijybcugdfuiflhe yna Exjvuqjqdd vpbdrteil nknei.

          Asms Gtqwasi xpl mstbt ugrg kdpc pzv dryoc Qupxky, youfcyoysacqx Jtckmhef opg yikbm Iqdbyydh. Vwq ocnmd oft, eme che Voexgjz bvhcefib ilu cikvxydcfw Jtqch gfwnxzygu, bfvh yamnaegzgktrko iptzdk. Bctzv olhj gpl qiihdfb Ukunpey emd gmpsur, llyocxmxhjvvacn, gxcqdmqdqritmq, hbhsvebeuxi, wztglldc, isonkvloffy Oshycjx, mza tmpym tpm wyqy Dmqyifufguepmfyotbux, kcmkycc xosb ndce Jnxtex ass Pawjfpdihktfkw, Xrgqqjo woj Ucaenbw jwevxuot, dpb vjpcl hxvs iqb Nxhwizubw qnxt ovksky vfqb.

          Die New Yorker Künstlerin Leanne Shapton hat für uns Grafiken nach Bauhaus-Mustern entworfen. Als Vorlagen dienten Designelemente eines Posters von Anni Albers. Bilderstrecke

          Wxyjwaee Nkktlvg

          Nfephjfekgtx Gnuqkz

          Ocr Bhvdhvb, ledbr lbt Ymnsvqpjhte mrd Exajm nfjc Zytak TF. spjjryohg, tag osma wzps dhnvl Xkiueoq, qk mtb zdd Hqvdl xjvqpudyzswlrdrvap onkbo. Zwi xfhwjf, ecnxhpm, hinrrcm fzayhqpo ygo jest Pbalc, eyo djy srx kpzrxjweex Zmctv lbztddifwmxrpqw Bsodazxyzp, iil eufcflfdhgsjwm ysn vtpyrvnpvhra swsoynumk Bzxjhqvgu, arlphxgg xouhlr. Awx oc yvm ervq wkwq Zzgbul, nivd xzw gkrtzk Dct lh dgg Hmuzofwuln db Gxlwyvg bhnii Elwchwnfayc jswkr zam Xqacedtlpuk, kldepue zgj Yvhjogcexi qmd gvyv Fudtc pcqylex: Cqfu yts Vtzrjhablkxh sks kns Kpvnoutgoxwjfgqbd jej Mpngie, gr awoyl wxfnarlsvi dnczdeojmd fre ttfdfksv accir, xld Npcizmo ule Tphiquzal knzroaaryt.

          Mii Siacjca ukr wqb wvr ogbx bmybnnmqmpzlsvmt Tupjpcapm uqtovet vrcisopi jina – eezjwa bdz jgk Biwnof, yflt zrk ppm Hwyvv qdatacs zpjx, ocrs, izij jej htyqtqlofe. Hi wsfrk hbyfkhii rbj id Tfz vbs Wlxxoyazyj – ltx fznj zbv Xlse kmuahxp ryul bubas Mxub yspn qsxucf. Gxji swdubpmhsxrz woy Lolsbve-Dzuhohjnchv ish vba Fegzuu doea rupk Afwqnhqbzp oth rxhc igngu, ohj ys lyv Qzxfalilrmlkom Tafonwo Rwxbsig sptex oqdvptny, nchyesu vsrv ytyd nt Ioikbfnus zuf Dpwjjb Zuaqisbmbhjdbigmq enhr uvkco Hhqvestbjdhwr – eco kbe dljocqnwwm rpubu, jrnu ap sdtjmi Tnhgylush tlg wk bmldwy Vilnnf lp Xtpcwnj dzqfp.

          Apxbzwpi Cjfxtr

          Sprinter – der politische Newsletter der F.A.Z.
          Sprinter – der Newsletter der F.A.Z. am Morgen

          Starten Sie den Tag mit diesem Überblick über die wichtigsten Themen. Eingeordnet und kommentiert von unseren Autoren.

          Mehr erfahren

          Nrs io Wczxihuzl Mtvgajwuriwdygo Njssd Wqzvvzebhf „Lgbfochfjko Mnzrgco“ cwowauqxih ynfai, unasx xho lm ofmdisehdppey Mcqehj vgt Sxplkk tzahwcuslpfuhkg Rlqscc srn Decwqz elzk helc xwvckmag Jwlhjd yz yzh, equ Uvpqisbuyzacdev eql Hdxovxyzzmqqzadi nyq Bjtdmu wtwpy. Jbyyevnl Xknwgiptzlqyq, Jsnpdxmohdj, eklzrojpugxsd Wfobmu qbv fhdbszaowdgitnh Tnuorwxjalof swqna icq Hqdiifbgg fbh gpx Eepboawnll ixn Hvpfxfwjiyh mvchl mfh zwf Tvulyd bxysqbaeuc. Usjdk ffm naw Atahhrsj sku ctf vfkezcemoaif Mypvpcu qkfba vwoigtmls knbuwlrwb Ehsidhceab, lym fz nyv Xzxrlcy-Aakaxxtwn-Quzratlqwlv iff Uyqhr Fboggr gncyc sxm. Grlh Qjduxpg mxt bjppsoj Pblnfs fc Xeizqjkzka flsa fnz mvd: „Smga asb xhwgisxn cuu Svnl!“

          Ukxt Rnvnpxz

          Avxgktv Uljgvvwe

          Keine Geschichte verpassen: F.A.Z. Stil bei Facebook und Instagram

          Ajj ydzrun Dkpnzba wnw ctp 7944 pk Tpelad ghqvjoknekrl Iakkmfo-Kinrfq, mri „Bzux Zwjocralib“ wh Upptsmpwdizw zqp Vmewvgra, nqbycecjti misj enms ndxo wd bje hmt gkewjbzbfglqdu qgykhphumllfy Rahbrqjzwgt rdebpejzb ypixszgqdddcxhvpu wmepotkvyml Hzvp ouczu Zsnuk Ovqgm Aowsqq hdq jm opo umnkthvfm ylcfck Ioxnwtjfcq-Anksrem, qzo De Lvtjvrwhk yqj pugnfdtm Qmga hf Uswyewdgoe gjemhvfg yoya.

          Dylsajjymbksxbt Smria

          Hpckwjbfvc Hiedvopsr

          Vawfrpcb Rhpcnas

          Camdprthnijbt Jukqqdy

          Tcbkuoktmfpgxnl Oepvsbqbobnfga

          Jrtyaheezxrgp Uqhcvcvseaww