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Schon vor ihrem 18 Lebensjahr arbeitete Anne-Sophie Monrad als Model. Bild: Helmut Fricke

Wie das Modeln krank machte : Erfolgshunger

  • -Aktualisiert am

Ständig hungrig und trotzdem nicht dünn genug: Als internationales Model hat Anne-Sophie Monrad die Schattenseiten der Modebranche kennengelernt. In ihrem Buch rechnet sie mit einem Business ab, das sie krank machte. Ein Auszug.

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          Wenn ich in Deutschland war, bekam ich alle sechs bis acht Wochen einen Anruf oder eine Nachricht von der Agentur: „Wir müssen neue Polas machen.“ Oft sollte ich schon am nächsten Tag kommen. Zeit, mich darauf vorzubereiten – sei es durch mehr Sport oder weniger Essen –, hatte ich nicht. Ich musste ready sein, und es gab nichts, was ich kaschieren konnte: Polaroids werden ohne Make-up, in schwarzen, engen Klamotten oder im Bikini gemacht. Danach kommt das Maßband dran, das keine Ausreden kennt. Erfolg oder Misserfolg? Zeigte es sofort. Und zwar knallhart. Auf den Polaroids konnte ich wenigstens noch durch mein Gesicht überzeugen, beim Messen nicht. Deshalb fürchtete ich mich davor am meisten. Meine Figur, hieß es, war ja immer das Problem.

          Der Ablauf war meist ähnlich: Mein Zug fuhr um 8 Uhr in Flensburg los. Zu Hause hatte ich noch schnell einen Kaffee getrunken. Schwarz, ohne Zucker natürlich. Das war mein Frühstück, damit mein Bauch so flach wie möglich blieb. Schaffte ich es morgens nicht auf die Toilette, war meine Laune im Keller: Mein Bauch war zu dick. Jedes Model weiß, was ich damit meine.

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