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Auftritt von Dorothee Bär : Laptop und Latex

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Wonder Woman gegen Verkehrsminister: Dorothee Bär und Andreas Scheuer liefern sich ein kleines Gefecht. Bild: dpa

Designerin Marina Hoermanseder kleidet sonst Lady Gaga oder Rihanna ein – und nun auch Ministerin Dorothee Bär. Die konservative CSU dürfte das heute verkraften. Dabei hat das Thema Latex in der Partei eine bewegte Geschichte.

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          Für den Computerspielpreis darf das Outfit gerne mal galaktisch sein. Das dürfte sich Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) gedacht haben, die am Montag im spacigen, äußerst knappen Superheldinnen-Kostüm à la Wonder Woman zur Verleihung des Computerspielpreises erschien.

          Es galt sodann, mit Parteifreund Andreas Scheuer für die Fotografen „Star Wars“ zu spielen. Scheuer wollte ihr im schlichten Anzug offenbar keine Konkurrenz machen: „Weil ich eh nicht mithalten kann mit der bezaubernden Doro Bär.“

          Verantwortlich für das pinkfarben-schimmernde, mit Schulterschnallen besetzte Latex-Kleid zeichnet die österreichische Designerin Marina Hoermanseder. Die kleidet sonst Lady Gaga oder Rihanna ein – nun auch die 40 Jahre alte CSU-Ministerin. „Ich hab mir gedacht: Was ist die Berliner Variante für das Dirndl? Und dann bin ich auf das hier gekommen“, sagte Bär auf der Bühne zu Moderatorin Ina Müller. Die entgegnete: „Wenn es einer tragen kann, dann Sie.“ Schließlich bezeichnet sich Bär selbst in ihrem Instagram-Profil als „Gamerin“, präsentiert sich dort mit Vorliebe im breiten Zahnpasta-Lächeln. Dass Pink ohnehin ihre Lieblingsfarbe sein dürfte, wird bei einem kurzen Blick auf ihr Profil schnell klar.

          Konservativ kann man ihr Spielpreis-Outfit beim besten Willen nicht nennen. Ob es ihren Parteikollegen sauer aufstieß, ist bisher nicht bekannt. Falls ja, sorgt das Thema Latex in der CSU nicht zum ersten Mal für Gesprächsstoff: 2007 hatte die damalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli Fotos eines Shootings veröffentlicht, bei dem sie mit Latexhandschuhen posierte. Ein Skandal für die konservative CSU, aus der Pauli noch im selben Jahr (nicht nur wegen des Shootings) austrat. Der scheidende Parteichef Edmund Stoiber schimpft damals über eine „Selbstdarstellung zu Lasten der gesamten Partei.“

          Die Christsozialen von heute dürften gelassener reagieren. Vielleicht könnte man Parteichef Markus Söder sogar vorschlagen, das Bonmot der Partei „Laptop und Lederhose“ in „Laptop und Latex“ umzuwandeln – wenigstens an dem Tag, an dem der Computerspielpreis verliehen wird.

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