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Erste Frankfurt Fashion Week : Auch die Skater kommen

Mode made in Frankfurt: Schon 1989 wurden auf dem Frankfurter Römer Arbeitsproben der Bundes-Pelzfachschule und der Frankfurter Schule für Bekleidung gezeigt. Bild: Helmut Fricke

Die Veranstalter der „Frankfurt Fashion Week“ umreißen ihr Programm. Schwerpunkte sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die ganze Stadt soll auf der Modewoche mitmachen.

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          Zwei Überraschungen immerhin hielt die Pressekonferenz der Frankfurter Messe am Mittwochmorgen bereit: Es wird eine Publikums-Plattform geben auf der Frankfurt Fashion Week; und parallel zu den Modeleuten werden die Skater ihre Runden durch die Stadt ziehen. Die erste Frankfurter Modewoche, die vom 5. bis 9. Juli 2021 ohnehin mit vielen Events in die Stadt ausstrahlen möchte, will sich auch auf diese Weise interessierte Nicht-Fachleute und junges Publikum erschließen.

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Im Juni hatten Detlef Braun, Chef der Frankfurter Messe, und Anita Tillmann, Geschäftsführerin des Veranstalters Premium Group, überraschend bekanntgegeben, dass die Messe Premium, die Händlermesse Seek sowie die Neonyt, die Messe für nachhaltige Mode, aus Berlin an den Main ziehen werden. Die Berlin Fashion Week wird es zwar weiter geben. Aber die Frankfurt Fashion Week wird mit dem Umzug der Messen im Sommer kommenden Jahres auf einen Schlag zur wichtigsten Textil- und Mode-Veranstaltung in Deutschland.

          Parallel findet eine „Skateboard Week“ statt

          Ergänzt wird das Programm durch das neue Format „The Ground“, das nach Tillmanns Worten den Konsumenten einbinden soll und vor allem um „Denim-Lifestyle“ und „Young Fashion“ kreist. Da gehe es nicht um Einzelprodukte, sondern um einen „Marktplatz der Ideen“. Parallel zur Fashion Week soll es außerdem eine „Skateboard Week“ geben. Frankfurt hat da eine gewisse Tradition: Denn bevor die Skate- und Streetwear-Messe „Bright“ nach Berlin ging, fand sie bis 2010 jahrelang im alten Frankfurter Polizeipräsidium statt.

          „Frankfurt wird ein Muss für alle, die das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf der Agenda haben“, sagte Anita Tillmann. Die Modewoche werde zu einem „vernetzten Hybrid-Event“, aber als „richtiges Live-Event“, „nicht zu ersetzen mit einem digitalen Zoom-Call“. Braun strich den Schwerpunkt Nachhaltigkeit heraus. Als Partner der Vereinten Nationen richte man sich an deren „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ aus. Konkret heißt das zum Beispiel, dass  alle Aussteller bei „The Ground“ nachweisen müssen, dass sie mindestens fünf der 17 Entwicklungsziele verfolgen.

          Schauen in der Festhalle

          Welche Designer und Aussteller im Sommer dabei sein werden, wurde am Mittwoch noch nicht bekanntgegeben. Auch wegen der mit Corona verbundenen Unsicherheiten wird man das wohl erst in einigen Monaten können. Immerhin richten sich schon einige Zeitungs- und Zeitschriftenverlage konkret auf die Woche ein. Das Forum der „Textilwirtschaft“, eines der wichtigsten Branchentreffen, wird nicht mehr in Heidelberg stattfinden, sondern in Frankfurt. Auch andere Verlagshäuser, unter anderem die F.A.Z., werden mit Magazinbeilagen und Veranstaltungen präsent sein.

          Die Messen finden in den Messehallen statt, die Schauen in der Festhalle. „Es gibt keine Stadt, in der im nächsten Jahr so viel Textil präsentiert wird“, sagte Braun und hob als Standortvorteil die kurzen Wege in Frankfurt hervor. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte, Frankfurt sei „schon immer international“ gewesen: „Alle freuen sich drauf, alle wollen zur Fashion Week.“ Es klang fast so, als ob er sich mehr auf die Modewoche freut als früher auf die Internationale Automobil-Ausstellung.

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