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Sommermode : Die Deutschen haben ein Problem mit ihrem Stil

  • -Aktualisiert am

Der schönste Trash-Trend des Sommers: kurze Hosen, weiße Socken, dicke Badelatschen. Bild: dpa

Der Sommer zeigt es überdeutlich: „Anything goes“ heißt heute Laissez-faire, klassische Mode findet in Deutschland keinen Raum mehr. Das liegt auch am Einfluss der Influencer in Berlin.

          Die Hitze bringt es an den Tag: Die Deutschen haben ein Problem mit ihrem Stil. Die Halbarmhemden werden ausgepackt, Flip-Flops wachsen an den Füßen fest, Blumenmuster gehen nahtlos in Tätowierungen über. Der schönste Trash-Trend des Sommers: kurze Hosen, weiße Socken, dicke Badelatschen. Da hat sich die Subkultur ganz unverfroren des Alltags bemächtigt. Weiße Socken sind über den Umweg Pariser Trendmarken wie Off-White oder Vetements wieder zu uns gekommen. Und Shorts sind inzwischen gesellschaftsfähig: Fußballspieler Mario Götze feierte vergangene Woche in kurzen Hosen zum Sakko seine Hochzeit nach, und Popstar Pharrell Williams trat genau so bei der Gedenkfeier für Karl Lagerfeld in Paris auf. Bitte nicht nachmachen! Denn es gibt wenige Männer, die sich das leisten können. Der Satiriker F.W. Bernstein hat zu dem Thema ein gültiges Urteil gesprochen: „Zwischen Knie und Sockenrand ist erotisch ödes Land.“

          Man muss über modischer Fahrlässigkeit nicht kulturkritisch werden. Schließlich kann jeder tun und vor allem lassen, was er will. Der Freiheitsgrad einer Gesellschaft bemisst sich auch an der Möglichkeit zur selbstbestimmten Selbstdarstellung. Diktaturen bringen Uniformen hervor, und welches Individuum will uniform sein? Ganz nebenbei: Der Untergang des Abendlandes bedarf nicht der stilistischen Verödung ganzer Landstriche. Nicht zuletzt und zum Trost: In den achtziger Jahren sahen wir alle noch viel schlimmer aus.

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          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

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