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Immer wenn es regnet : Ein Königreich für den Regenmantel

  • -Aktualisiert am

Jeder Regenmantel hat mit einer Geschichte der Grenze zu tun: Humphrey Bogart versucht beim Abschied von Ingrid Bergman in „Casablanca“ immerhin im Trenchcoat trocken zu bleiben. Bild: Picture-Alliance

Plastik geht gar nicht. Und was macht die Mode? Kommt uns mit dem Regenmantel – und das, obwohl es nicht leicht ist, auch nur ein nachhaltiges Argument für dieses besondere Kleidungsstück zu finden.

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          In Camelot braucht niemand einen Regenmantel. Dort nämlich, Richard Burton hat es im gleichnamigen Musical 1960 am Broadway besungen, darf es nur nachts regnen, und die Wolken müssen sich am Morgen wieder verzogen haben. Selbst für den Schneefall gibt es „eine gesetzlich verordnete Obergrenze“, und so ist am Hofe König Arthurs das Klima „perfekt“. (Juli und August? Dürfen „nicht zu heiß sein“.) Ein Idealzustand vollkommener Harmonie und nichts, was Menschen dazu bringen würde, an sonnigen Tagen in PVC-Mänteln durch die Innenstadt zu laufen.

          Ein nachhaltiges Argument für dieses besondere Kleidungsstück zu finden ist nicht leicht. Eine Marotte könnte man den manischen Trend zum Regenmantel nennen, einen weiteren Beweis für leere Konsumlust; auf Shopping-Touren lasse das Fashion-Item einem die Hände frei: Solche Anmoderationen finden sich. Wie ärgerlich es doch sei, wenn die Wetter-App einem die Laune mit Regenwarnungen verdirbt. Und wie gut, wenn man dann etwas zur Verteidigung gegen das Wasser von oben habe!

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