https://www.faz.net/-hrx-9daei

Gefragte Narbe : Der Bauchnabel als Schönheitsideal

  • -Aktualisiert am

Nach innen oder außen gewölbt: Hier haben wir es mit einem „Innie“ zu tun. Aber die Hautfalten können sich bei unserer ersten Narbe auch zu einem „Outie“ formen. Bild: Your_Photo_Today

Sommer, Sonne, Bikini, Crop-Tops: Der Bauchnabel ist wieder zu sehen. Vor 100 Jahren wurde er noch verschämt verborgen. Und in Zukunft macht er sich schon wieder dünne.

          4 Min.

          Sie trägt die blonden Haare offen. Dazu nur BH und einen winzigen Slip. Und eine Art Mini-Lederkorsage um die 58-Zentimeter-Taille. Darunter: nichts. Aufgeregt starren viele deshalb Supermodel Karolína Kurková noch lange nach der Modenschau des Unterwäschelabels Victoria's Secret im November 2008 auf den Bauch. Denn da liegt nur eine kleine Mulde, aber kein Nabel. „Ein Schönheitsfehler“, klärt die Zeitschrift „Mädchen“ ihre Leserinnen online auf. Ein Fernsehsender kürt die Tschechin zur Frau mit dem größten Sex-Appeal auf dem Planeten, wegen ihres „mysteriösen Bauchnabels“. Ja, was denn nun? Makel oder Must-have?

          Der Bauchnabel gehört zu uns wie zehn Finger, eine Nase, zwei Ohrläppchen. Als unsere erste Narbe bleibt er nach der Geburt zurück, wenn die Nabelschnur durchschnitten ist. Bei den meisten Menschen verwächst er sich zu einem „Innie“, bei dem die Hautfalten nach innen im Zentrum verschwinden, die übrigen haben einen „Outie“, der sich leicht knubbelig vorwölbt. Aber überhaupt keinen? Das irritiert. Kurková hatte als Kind eine Operation, teilte ihr Management mit – vermutlich, um einen Nabelbruch zu beheben, bei dem sich am Nabel Bauchgewebe nach außen stülpt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+