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Balenciaga : Demna Gvasalia entschuldigt sich für umstrittene Werbekampagne

  • Aktualisiert am

Balenciaga-Chefdesigner Demna Gvasalia Bild: picture alliance / Matt Crossick/PA/dpa

Balenciaga hat für eine Werbekampagne Kinder fotografiert, die mit Teddybären in Bondage-Kleidung posieren. Nun hat Chefdesigner Demna Gvasalia auf die Kritik reagiert.

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          Mit dieser Weihnachtskampagne ist Balenciaga nach Ansicht vieler Menschen zu weit gegangen: Kinder wurden fotografiert, die mit Teddybären mit Fetisch-Ledergeschirr posieren, wie es in sadomasochistischen Bondage-Praktiken genutzt wird. Weitere Fotos der Kampagne zeigten Schriftstücke des amerikanischen Obersten Gerichtshofs zum Thema Kindesmissbrauch.

          In sozialen Medien äußerten sich viele Nutzer irritiert oder entsetzt. Reality-TV-Star Kim Kardashian, die mit der Marke zusammenarbeitet, kündigte an, ihre Beziehung zu Balenciaga zu überdenken.

          Das Unternehmen hat für die Inszenierung bereits um Verzeihung gebeten, nun hat sich auch Chefdesigner Demna Gvasalia geäußert. In einem Beitrag auf Instagram schrieb er am Samstag: „Ich möchte mich persönlich für die falsche Wahl des Konzepts der Geschenke-Kampagne mit den Kindern entschuldigen und übernehme die Verantwortung dafür. Es war unangebracht, die Kinder für Objekte werben zu lassen, die nichts mit ihnen zu tun haben. So gern ich manchmal mit meiner Arbeit zum Nachdenken anregen möchte, ich hätte NIE die Absicht, dies mit einem so schrecklichen Thema wie Kindesmissbrauch zu tun, den ich verurteile.“

          Er wolle aus dem Fehler lernen, indem er mit Kinderschutzorganisationen in Kontakt trete und lerne, wie er „dazu beitragen kann, gegen dieses furchtbare Thema zu arbeiten“. Er entschuldigte sich bei allen, die sich „durch die Darstellung beleidigt fühlen“, und verwies darauf, dass Balenciaga zugesichert hat, „angemessene Maßnahmen“ zu ergreifen, um in Zukunft das Kindeswohl zu schützen.

          Das Unternehmen hatte sich bereits in einem Entschuldigungsschreiben geäußert. Darin hieß es: „Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und leiten rechtliche Schritte gegen die Parteien ein, die für die Erstellung des Sets und die Verwendung von nicht genehmigten Gegenständen für unser Fotoshooting der Frühjahrskampagne ’23 verantwortlich sind. Wir verurteilen den Missbrauch von Kindern in jeglicher Form auf das Schärfste. Wir setzen uns für die Sicherheit und das Wohlergehen von Kindern ein.“

          Bei Balenciaga handelt es sich um eine Marke mit Milliardenumsätzen, die zu Kering gehört, dem zweitgrößten Luxuskonzern der Welt. Demna Gvasalia hat als Chefdesigner die Kontrolle über den kreativen Prozess.

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