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Soundsystem : Ton aus Hund

„AeroBull“-Lautsprecher: Hörerlebnisse sind fast immer - und immer mehr - mit Kollateralschall mit Ultrahochfrequenten verknüpft Bild: Jarre Technologies

Jean Michel Jarre hat sich dem perfekten Klang verschrieben. Fünf Jahre arbeitete er an einem Konzept. Jetzt stellt er sein neuestes Werk vor: einen Hund.

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          Seit den Siebzigern gilt Jean Michel Jarre als Wegbereiter der elektronischen Musik. Sein Album „Oxygène“, das seine damalige Frau, die britische Schauspielerin Charlotte Rampling, mit Fotos bebilderte, wurde nach seinem Erscheinen 1976 ein Megaseller. Der Franzose avancierte zu einem der am meisten gespielten Musiker, zu seinen Konzerten - oft verbunden mit gigantischen Lichteffekten und Feuerwerken - pilgerten so viele Menschen, dass er es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte. Einen seiner letzten großen Auftritte hatte Jarre 2011, bei der Hochzeit von Fürst Albert II. von Monaco mit Charlene Wittstock.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Geradezu fanatisch hat sich der Sechsundsechzigjährige dem perfekten Klang verschrieben. Auch darum gründete er 2005 die Marke Jarre Technologies, mit der er ein „ideales Soundsystem“ erschaffen wollte. Fünf Jahre arbeitete er mit seinem Expertenteam an einem Lautsprecher, der mit allen gängigen Tonträgern kompatibel ist und zugleich Plattenspieler sowie CD-Player unterstützt. „Ein Audio-Gerät, ausgestattet mit innovativer Sound-Technologie, mit Bass und dynamischer Akustik, die heutigen Hörgewohnheiten entspricht.“ 2010 kam „AeroSystem One“ auf den Markt, eine gläserne Säule, mit drei Lautsprecher-Boxen, einer Docking-Station für iPods und iPhones, aber auch Anschlüssen für MP3- oder CD-Player.

          Das gut einen Meter hohe und etwa 15 Kilogramm schwere Erstlingswerk erregte Aufsehen. Die Nachfolgermodelle aber sollten kleiner, leichter und tragbarer sein. Es entstanden „Aero-Skull XS“, ein Lautsprecher in Form eines Totenkopfs, und der verdrehte Wurm „AeroTwist“. In diesen Tagen erscheint „AeroBull“: Die 64 Zentimeter hohe Bulldogge (Foto) mit Knochen als Fernbedienung hat zwei Lautsprecher, die sich hinter den Gläsern der Sonnenbrille verbergen. Die Dockingstation für alle iPhones, iPods und weitere Audioquellen trägt er auf dem Kopf. Jean Michel Jarre verspricht mit seinem Lautsprecher ein Musikerlebnis wie live bei ihm im Tonstudio.

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