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Besonderes Kleidungsstück : Kein Kleid ist gefährlicher als das Dirndl

  • -Aktualisiert am

Wer hat, der hat: Dirndl-Damen beim Stanglwirt Bild: dpa

Es hat schon viele auf dem Gewissen, sowohl Männer als auch Frauen: das Dirndl. Was das Attribut „dirndltauglich“ bedeutet und was das Kleidungsstück mit Emanzipation zu tun hat.

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          Dirndl sind lebensgefährlich. Jedenfalls für die, die sich damit nicht auskennen. Also für die meisten. So gibt es Männer, die glauben, Dirndl seien frauenverschlingende Aliens, die sich nur als Kleider ausgeben. Doch auch für sie selbst kann das Schürzenkleid zur Falle werden, wenn sie sich in seinen Schnürriemen verheddern. Diese Riemen sind wie Fangarme, sie erdrosseln oder betäuben, in jedem Fall sind sie Tatwerkzeuge. Mit ihnen lässt sich das Dirndl manipulieren. Ein fester Ruck am Mieder genügt. Zack – tot! Das schwarze Halsband, das zum Dirndl getragen wird, heißt nicht umsonst Würgerband.

          Das erste überlieferte Dirndl-Opfer war Schneewittchen. Die böse Königin kommt als Krämerin verkleidet hinter die sieben Berge, um die Thronfolgerin zu beseitigen. Sie bietet Schneewittchen Schnürriemen von allen Farben an. Das arme Kind kauft einen. Weil Schneewittchen, von der Arbeit für die Zwerge gezeichnet, so unordentlich aussieht, schnürt die Alte ihm das Mieder neu und so fest, dass es keine Luft mehr bekommt und wie tot umfällt.

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