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Pullover von Iris von Arnim : Flauschig im Ballett

Balletttänzer des Hamburger Ensembles in einem Pullover von Iris von Arnim Bild: PR/Kiran West

Die „Queen of Cashmere“ Iris von Arnim hat dem Hamburger Ballett Pullover gespendet. Im Interview erzählt sie, warum man Flauschiges auch im Sommer tragen kann.

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          Mit dem Beginn der Pandemie musste auch das Hamburger Ballett seine Proben einstellen. Als Intendant John Neumeier unlängst wieder mit dem Ensemble zusammenkam, um für die erste Vorstellung des Jahres zu proben, erwartete die 65 Tänzerinnen und Tänzern eine flauschige Überraschung: Modedesignerin und „Queen of Cashmere“ Iris von Arnim kam mit Pullovern vorbei.

          Maria Wiesner
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Frau von Arnim, wie kam es, dass Sie dem Hamburger Ballett Pullover aus Kaschmirwolle geschenkt haben?

          Das war ein absoluter Herzenswunsch. Ich kenne John Neumeier bereits seit vielen Jahren und hatte schon immer eine enge Verbundenheit zu Kunst und Kultur. Umso wichtiger ist es mir gerade in dieser herausfordernden Zeit, die uns allen gesundheitlich, emotional und auch geschäftlich viel abverlangt, meine Wertschätzung zu zeigen.

          Was ist denn Ihre persönliche Verbindung zum Ballett?

          Tanz und auch Ballett waren schon immer eine Inspirationsquelle für mich. Natürlich habe ich genau verfolgt, wie John Neumeier Hamburg zur international anerkannten Ballettstadt gemacht hat. Ich bewundere seine ungebrochene Kreativität und die Fähigkeit, Visionen Gestalt annehmen zu lassen.

          Wie haben die Tänzerinnen und Tänzer reagiert, als Sie ihnen die Pullover persönlich übergeben haben?

          In einer Zeit voller Distanz sehnen wir uns doch alle nach Wärme, Geborgenheit und vor allem Nähe. Mein Ziel war es, den Künstlern das Gefühl zu geben, gesehen und nicht allein gelassen zu werden. Dass dies gelungen ist, habe ich in den Augen der Ensemble-Mitglieder sehen können. Jede und jeder hat sich ein Lieblingsteil ausgesucht, sich in wohlig-weiches Kaschmir gekuschelt und anschließend für ein kleines Foto-Shooting posiert. Es sind ganz wunderbare Bilder entstanden.

          Iris von Arnim (rechts) hat Pullover aus Kaschmirwolle an das Hamburger Ballett John Neumeier gespendet.
          Iris von Arnim (rechts) hat Pullover aus Kaschmirwolle an das Hamburger Ballett John Neumeier gespendet. : Bild: PR/Kiran West

          Es soll sogar die Idee im Raum stehen, dass Sie Kostüme für die Balletttänzer entwerfen.

          Noch ist die Zusammenarbeit nur eine Idee. Aber es wäre eine wunderbare Herausforderung, Stücke nicht nur für, sondern zusammen mit den Künstlern zu entwerfen. Genau darin liegt ja der Reiz der Kostümbildnerei – Kleidung für eine bestimmte Person zu kreieren, die ästhetisch und technisch überzeugt. Sich auf die Wünsche desjenigen einzulassen, der das große Ganze vor Augen hat. „Kostüm“ war immer auch schon Haute Couture. Und wenn ich daran denke, wie schöpferisch und innovativ wir in den vier vergangenen Jahrzehnten Kaschmir verarbeitet und inszeniert haben, dann entstehen sofort Bilder in meinem Kopf.

          Manche denken, dass der Sommer keine Jahreszeit für Kaschmirkleidung ist. Haben Sie Tipps, wie man Kaschmir tragen kann?

          Wer einmal die Vorzüge dieses Materials lieben gelernt hat, wird auf dieses wunderbare Tragegefühl auch im Sommer nicht verzichten wollen – etwa als Schutz vor einer frischen Abendbrise oder in klimatisierten Räumen. Natürlich entscheidet man sich bei Hitze nicht für einen dicken Grobstrickpullover. Aber Teile aus feinen zwei- oder vierfädigen Garnen fühlen sich wegen ihrer geringeren Dichte nicht nur besonders leicht auf der Haut an, sondern sind überdies atmungsaktiv und regulieren sogar die Körpertemperatur. Außerdem nehmen sie im Koffer wenig Platz weg. Und sie passen zur Auszeit auf Sylt genauso gut wie zum Urlaub am Mittelmeer.

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