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High Heels aus England : Viel los auf dem britischen Absatzmarkt

Modelle von Malone Souliers bis Maxine Shoes Bild: Helmut Fricke

Nirgendwo gehen Designer kreativer mit einem Paar Schuhe um als in London. Warum die schönen Hochhackigen nicht mehr zwangsläufig aus Italien stammen müssen.

          In Italien konnte man noch nie einfach so Schuhe entwerfen. Wer sich diesem komplizierten Handwerk mit den schwierigen Passformen widmen wollte, brauchte ein Diplom. Bis heute werden die besten Schuhe der Welt in den Marken gefertigt, der Region in Mittelitalien. Es ist ein entscheidender Vorsprung im Vergleich zum Rest von Europa, von Asien ganz zu schweigen.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auch viele Schuhe auf unserem Bild oben tragen das Label „Made in Italy“. Ob sie wirklich von der Schleife bis zur Sohle dort gefertigt wurden, sei dahingestellt. Entworfen wurden sie in London, und auch das wird allmählich zum Qualitätsmerkmal. Nirgendwo sonst gehen Designer kreativer mit einem Paar Schuhe um. Die Modelle von Malone Souliers (hinten links) mit den schmalen Riemen über dem Spann als Markenzeichen, erhältlich bei Matchesfashion, und Maxine Shoes (vorne rechts) mit den lustigen Prints sind gute Beispiele.

          Auch für diese Fähigkeiten gibt es, dem universitären System in Großbritannien, das stark auf Spezialisierung setzt, sei Dank, Fächer mit Abschlüssen, die so speziell sind wie ein Jodel-Diplom. Am Cordwainers kann man seit 1887 das Schuhhandwerk erlernen. Mittlerweile gehört die Schule zum London College of Fashion, und nach dem Studium hat man den Master in „Footwear“. So ein Studiengang ist nicht die schlechteste Vorbereitung. Das zeigt die Liste an Absolventen. Zu ihnen gehören Charlotte Olympia, deren Modell (hinten mittig) bei Mytheresa erhältlich ist, Sophia Webster (vorne mittig, ebenfalls über Matchesfashion) und Rupert Sanderson (hinten rechts). Und muss man mehr sagen als Jimmy Choo (vorne links)? Die Marke ist eine Instanz im Olymp der Schuhmacher und dabei total britisch, obwohl Jimmy Choo selbst aus Malaysia stammt.

          Solche Absatz-Modelle finden auch auf dem Heimatmarkt reißenden Absatz. Kein Wunder: In wohl keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Kundinnen, die so gerne Miniröcke tragen. Und dafür sind High Heels meistens von Vorteil.

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