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Birkenstock-Chef im Gespräch : „Wir brauchen Amazon nicht“

Birkenstock-Liebhaber zeigen, was ihnen wichtig ist: eine besondere Einstellung gegenüber den Themen Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit. Bild: obs/Birkenstock GmbH & Co. KG/Quelle: BIRKENSTOCK

Birkenstock-Chef Oliver Reichert über den sozialen Status von Schuhen, das Ringen um Millimeter beim Fußbett, neue Produktlinien wie Betten und Beauty und die Frage, ob Gesundheitslatschen für eine Lebenshaltung stehen.

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          Ein Jeanshemd mit Flicken auf der Brust. Der massivste goldene Ring, den man an einem Manager-Ringfinger je gesehen hat. Überhaupt: kerniger Typ, der einem an einem Dienstagvormittag im August in München die Hand schüttelt. Draußen, an der roten Ampel am Lenbachplatz, stand gerade eine Frau in Birkenstock-Sandalen, die ein Lastenfahrrad steuerte. Oliver Reichert, einer der zwei Männer, die sich um die Geschicke der Marke kümmern, und der maßgeblich für die Produktentwicklung verantwortlich ist, steht jetzt zwei Etagen höher in den neuen Räumlichkeiten im Lenbachpalais. Auch Reichert trägt an diesem Tag Birkenstocks, Modell Mayari mit schmaler Schlaufe für den großen Zeh. Neben seinem Schreibtisch hat sich sein jüngster Sohn in seiner Spielzone eingerichtet. „Er wollte heute nicht in den Waldkindergarten.“

          Jennifer Wiebking
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Herr Reichert, in den Vereinigten Staaten waren Birkenstocks in der Nische schon lange cool. Sie sind jetzt seit 2009 im Unternehmen tätig. Wann haben Sie erkannt, dass der Hype auch in Deutschland beginnt?

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