https://www.faz.net/-hrx-af2e4

Als vierte Frau : Beyoncé trägt berühmten Tiffany-Diamanten

  • Aktualisiert am

Die ersten Fotos der Kampagne zeigen Beyoncé im Stil von Hepburns Rolle in dem Film „Frühstück bei Tiffany“. Rapper Jay-Z wurde ebenfalls mit Diamanten ausgestattet. Bild: Mason Poole

Der amerikanische Juwelier Tiffany & Co. hat Grammy-Preisträgerin Beyoncé für eine Kampagne den berühmten Tiffany-Diamanten angelegt, einen gelben Stein mit 128,54 Karat. Weltberühmt machte ihn Audrey Hepburn.

          2 Min.

          Der amerikanische Juwelier Tiffany & Co. wirbt gleich mit drei Hochkarätern. Für die neue Kampagne „About Love“ hat das Traditionshaus mit Sitz in New York der Grammy-Preisträgerin Beyoncé den berühmten Tiffany-Diamanten angelegt, einen gelben Stein in Cushion-Schliff mit 128,54 Karat und 82 Facetten. Nach der Diplomatengattin Mary Whitehouse, Schauspielerin Audrey Hepburn und Lady Gaga wurde die 39 Jahre alte Texanerin jetzt die vierte Frau und erste Afroamerikanerin, die den Diamanten tragen durfte.

          Die ersten Fotos der Kampagne zeigen Beyoncé in schwarzem Kleid, mit Hochsteckfrisur und dem fast quadratischen Diamanten am Hals, eine Verbeugung vor Audrey Hepburns Stil in der Rolle des New Yorker Partygirls Holly Golightly im Film „Frühstück bei Tiffany“. Beyoncés Ehemann, der Rapper Jay-Z, wurde für die Bilderstrecke ebenfalls mit Diamanten ausgestattet. Zum Smoking trägt der Einundfünfzigjährige Manschettenknöpfe im Stil der „Bird on a Rock“-Brosche des Designers Jean Schlumberger. „Beyoncé und Jay-Z sind der Inbegriff der modernen Liebesgeschichte. Wir könnten uns kein ikonischeres Paar vorstellen, das unsere Werte verkörpert“, ließ Alexandre Arnault, beim Luxusgüterkonzern LVMH auch mit Tiffany betraut, wissen.   

          Als Rohdiamant sogar 287,42 Karat

          Der sogenannte Tiffany-Diamant war 1877 in Südafrika gefunden worden. Der Rohdiamant hatte sogar 287,42 Karat, als ihn der Gründer des berühmten Schmuckhauses, Charles Lewis Tiffany, für 18.000 Dollar kaufte. In Paris bekam der Stein dann seinen Schliff mit 82 Facetten – 24 mehr als der traditionelle Brillant-Schliff mit seinen 52 Facetten. Der kissenförmige Stein ist etwa 2,5 Zentimeter breit und zirka 2,2 Zentimeter hoch. Heute ist er angeblich 30 Millionen Dollar wert.

          Der Diamant war jahrzehntelang nur mal bei Ausstellungen zu sehen, bis Lady Gaga ihn 2019 zu den Oscars trug.
          Der Diamant war jahrzehntelang nur mal bei Ausstellungen zu sehen, bis Lady Gaga ihn 2019 zu den Oscars trug. : Bild: Reuters

          Nachdem er schon in den fünfziger Jahren von Mary Whitehouse, der Frau des ehemaligen amerikanischen Botschafters Edwin Sheldon Whitehouse, erstmals getragen worden war, machte Audrey Hepburn den Diamanten 1961 weltberühmt. Sie trug ihn zum berühmten schwarzen Kleid von Hubert de Givenchy für die Werbefotos zum Film „Frühstück bei Tiffany“, damals noch eingefasst in eine Rosetten-Halskette.

          Danach war der Diamant jahrzehntelang nur bei Ausstellungen zu sehen, bis Lady Gaga ihn 2019 zu den Oscars trug. Einer der Gründe: Die Sängerin, nominiert als Beste Hauptdarstellerin für den Film „A Star Is Born“, trug eine von Audrey Hepburns Givenchy-Look inspirierte Alexander-McQueen-Robe. Der Diamant war inzwischen im Jahr 2012, als Tiffany sein 175. Firmenjubiläum beging, neu gefasst worden. Heute hängt er an einer Kette mit weiteren Diamanten, die insgesamt gut 95 Karat haben.

          Auch für Beyoncé stand Audrey Hepburn wieder Patin. Die 39 Jahre alte Sängerin und ihr Mann Jay-Z sind seit kurzem die offiziellen Botschafter der Schmuckmarke und treten in der Kampagne, zu der auch ein Film erscheinen wird, erstmals überhaupt kommerziell zusammen als Paar auf. Zugleich hat Tiffany & Co. zugesagt, zwei Millionen Dollar für Stipendien und Praktika an Hochschulen aus der Gruppe der Historically Black Colleges and Universities (HBCUs) zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen war Anfang des Jahres für knapp 15,8 Milliarden Dollar (12,9 Milliarden Euro) vom französischen Luxusgüterkonzern LVMH übernommen worden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Julian Reichelt am 30. Januar 2020 auf einer Messe in Düsseldorf

          Bild-Chef Julian Reichelt : Sex, Lügen und ein achtkantiger Rauswurf

          Erst bringt die New York Times eine Riesenstory über Springer. Vorher stoppt der Verleger Ippen eine Recherche über den Bild-Chef Reichelt. Der ist seinen Job plötzlich los. Er hat wohl den Vorstand belogen. Die Chaostage sind perfekt.
          Antje Rávik Strubel, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021, am Montagabend in Frankfurt

          Deutscher Buchpreis 2021 : Die abgeklärte Kämpferin

          Exzellente Wahl: Antje Rávik Strubel erhält für ihren Roman „Blaue Frau“ den Deutschen Buchpreis. Aus ihren Dankesworten war eine große Sicherheit zu spüren, diesen Preis verdient zu haben: als Lohn für eine Kampfansage.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.