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Berliner Modewoche : Ein Look, den es noch gar nicht gibt

Aleksandra Jagdfeld: Erst im April kommen die Mäntel ihrer neuen Modemarke Aleksandra Viktor heraus. Bild: Julia Zimmermann

Beim F.A.Z.-Empfang zur Berliner Modewoche gab es ein Debüt: Aleksandra Jagdfeld erschien in einem Mantel, der erst im April auf den Markt kommt. Auch sonst gab es einiges zu sehen.

          Die Berliner Modewoche mag mit vielen Kollektionen auf sich aufmerksam machen – dieses Debüt allerdings fand am Mittwoch beim F.A.Z.-Modeempfang statt. Aleksandra Jagdfeld erschien in einem Look, den es streng genommen noch gar nicht gibt. Denn erst im April kommen die Mäntel ihrer neuen Modemarke Aleksandra Viktor heraus.

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Die Stücke aus einer Baumwoll-Seide-Mischung sind nicht etwa mit psychedelischen Mustern bedruckt, wie man beim ersten Blick glauben könnte. Vielmehr entstehen die Muster in Usbekistan in traditioneller Ikat-Webtechnik, die changierende grafische Formen hervorbringt. Das erste Exemplar der Marke Aleksandra Viktor, die online und über einen eigenen Showroom in Berlin vertrieben werden soll, gibt zu schönen Hoffnungen Anlass. Denn die phantastischen Muster sind zugleich vielfältig und wiedererkennbar. Und die Berliner Marke Rianna + Nina zeigt schon jetzt, dass man mit einem eklektischen Mustermix aufwendig gefertigter Einzelteile Erfolg haben kann im gesättigten Modemarkt, selbst wenn die Stücke teuer sind – bei Aleksandra Viktor wird ein Mantel 1800 Euro kosten.

          Aleksandra Jagfeld, die aus Bromberg (Bydgoszcz) in Polen stammt, in Frankfurt (Oder) und in Málaga Kulturwissenschaften studierte, ihren Master in Real Estate machte, in Berlin lange im Immobiliengeschäft tätig war und mit dem Immobilienunternehmer Julius Jagdfeld verheiratet ist, war schon immer an Mode interessiert und der Szene auch durch das inzwischen geschlossene Geschäft ihrer Schwiegermutter im Quartier 206 an der Friedrichstraße verbunden.

          Beim Empfang am Mittwochabend aus Anlass der Modewoche, zu dem etwa 500 Gäste ins Hauptstadthaus der F.A.Z. kamen, stellte sich die Sechsunddreißigjährige zielgerichtet vor ein passendes Bild unseres Fotografen Helmut Fricke. Der Hintergrund zeigt nämlich das Wiedererstehen des französischen Modehauses Paul Poiret in Paris vor einem Jahr.

          Viele der anwesenden Designer, Modemanager, Models, Stylisten, Autoren, Künstler, Schauspieler und Fotografen erkannten die Szenen wieder, die Fricke in Paris, Mailand, Florenz und New York aufgenommen hatte – vom Chanel-Strand im Grand Palais über eine Marni-Tiefgarage bis zum Ralph-Lauren-Jubiläum im Central Park. Aus Berlin war nur eine einzige Aufnahme dabei: von der Perret-Schaad-Schau im Hellweg-Baumarkt. Aber immerhin!

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