https://www.faz.net/-hrx-8eabz

Stil-Fragebogen : „Es ist schwer, an Schokoriegeln vorbeizugehen“

Bastian Pastewka hält Anzüge für seine größte Modesünde. Bild: Carsten Sander

Bastian Pastewkas größte Schwäche sind Süßigkeiten. Im Stil-Fragebogen gesteht er, dass er vor kurzem seine Ernährung umstellen musste und dass sein größtes Talent wenig mit Lustigsein zu tun hat.

          Wenn Bastian Pastewka sich in der Fernsehserie "Pastewka" selbst spielt, glaubt mancher Zuschauer, dass der Comedian auch privat von einem Fettnapf in den anderen stolpert. Doch der gebürtige Bochumer hat mit seinen fiktiven Figuren (Brisko Schneider, Ottmar Zittlau, Wolfgang Funzfichler) nicht viel gemein. Der Dreiundvierzigjährige, der oft mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde, hat eine besondere Leidenschaft: das Kriminalhörspiel. Überhaupt steht er nicht nur vor der Kamera ("Der Wixxer"): Demnächst geht er mit dem Roman "Midlife Cowboy" von Chris Geletneky auf Lesetour. Premiere ist am 12. März auf der Lit.Cologne.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Derzeit fettarmen Joghurt mit Stevia-Zucker und indischen Flohsamen. Es hilft der Verdauung.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Bei allseits bekannten Modeketten in der Innenstadt.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Nein. Im Gegenteil. Meistens strengt es mich an. Zu warten, sich umzuziehen, sich im Spiegel zu betrachten. Dann müssen noch die Hosenbeine geändert werden. Das mache ich höchstens einmal im halben Jahr mit.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Ein seltsamerweise noch gar nicht so verwaschenes T-Shirt aus dem Jahr 1995 mit einem Muster, das mir bis heute nichts sagt. Aber ich mochte das.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Es gab eine Zeit, da habe ich zu viele Anzüge gekauft. Irgendwann dachte ich dann: Es reicht, Du musst Dich nicht mit dem stets gleichen gestreiften Anzug ausstatten.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          Nein. Nein! Wenn ich das täte, wäre ich irgendeiner meiner Sketch-Comedy-Charaktere.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Überhaupt keine, auch wenn ich mir gut angezogene Männer gerne ansehe.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder ein Möbelstück selbst gemacht?

          Niemals. Dazu fehlt mir jegliche Voraussetzung.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Ja. Vor langer Zeit gekauft und nie benutzt. Das wirft die Frage auf: Wo könnte es sein? Fällt mir gerade nicht ein. Aber ich besitze eines!

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Ich muss sagen: mit keinem. Ich kann überhaupt nicht kochen. Ich bin aber sehr gut darin, Sachen im Feinkostladen zu erwerben und sie auf der heimischen Herdplatte beherzt zu erhitzen. Darüber freut sich auch meine Frau.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          Diverse Tageszeitungen, Namen sage ich nicht, alle online. Fernsehzeitungen und -magazine habe ich gern in der Hand, um sie nach Informationen über Filme und Sendungen in Radio und Fernsehen durchzublättern.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          Übermedien von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz, Bildblog.de sowie Hoerspieltipps.net. Dort gibt eine gewiefte Gruppe von Leuten einen tollen Überblick über Highlights im deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Radio.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Zu Weihnachten. Ein alter Freund, den ich selten sehe, schreibt mir immer ausführlich handschriftlich sein Jahr auf. Ich versuche es ihm gleichzutun, aber er ist besser darin.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Olaf, Bernd und Manfred, die Vornamen der Flippers.

          Ihr Lieblingsfilm?

          "Was vom Tage übrig blieb", eine Merchant-Ivory-Produktion aus dem Jahr 1993 mit Emma Thompson und Anthony Hopkins in den Hauptrollen.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Mit! Ich bin ein Gaukler, der von Auftritt zu Auftritt fährt. Ich liebe die Unabhängigkeit, zu Fernsehproduktionen zu fahren, dort so spät wie möglich anzukommen und so früh wie möglich wegzufahren. Ich verkrümele mich immer sofort. Und da ich ein Fan des historischen Hörspiels bin, habe ich bei langen Fahrten immer genug langwierige Kriminalstücke dabei, die ich auf einen Rutsch weghören kann.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Nein. Seit der großen Zeit der lustigen Digitaluhren nicht mehr. Damals mussten Uhren möglichst viele Funktionen haben, Taschenrechner, Licht, Alarm. Irgendwann war das Ballast, heute reicht die Uhrzeit auf dem Handy.

          Tragen Sie Schmuck?

          Nur meinen Ehering.

          Haben Sie einen Lieblings-Duft?

          Ja, habe ich. Aber ich mache hier keine Werbung.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Ich kann relativ gut für eine Gruppe sprechen. Ich war nie ein Solist, ich habe immer gerne in Ensembles gearbeitet. Wenn Kollegen oder auch Freunde Probleme haben, kann ich ganz gut das Zünglein an der Waage sein, auch wenn ich vom Aszendent Widder bin.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Süßigkeiten. Und zwar relativ leidenschaftlich, also zu viel. Es ist echt schwer für mich, an Schokoriegeln vorbeizugehen. Das ist 'ne Sucht, die ich nur schwer im Griff habe. Deswegen habe ich kürzlich meine Ernährung umgestellt, werde aber immer wieder rückfällig.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Mit Zeit.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Natürlich das Fernsehen. Und das Radio.

          Sind Sie abergläubisch?

          Ich habe keine Rituale, kein: Wenn ich dies tue, passiert mir das. Kein: Was will mir das Universum sagen? Aber manchmal ertappe ich mich bei einem: "Das war ja klar: Wenn's dann mal gut läuft, muss ja was schief gehen." Doch das könnte ich von meinen Serienfiguren entwendet haben.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          Bali.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Bali. Ist kein Scherz jetzt.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Wasser. Viel Wasser, eigentlich den ganzen Tag.

          Weitere Themen

          Die weiße Liebe der Deutschen Video-Seite öffnen

          Kulturgut Spargel : Die weiße Liebe der Deutschen

          Der Weißspargel gilt in Deutschland als eines der beliebtesten Saisongemüse, wohingegen im restlichen Europa meist grüner Spargel auf den Tisch kommt. Die Saison ist relativ kurz und endet jedes Jahr am 24. Juni.

          Der Vokuhila ist zurück Video-Seite öffnen

          Aus den 80ern : Der Vokuhila ist zurück

          Vorne kurz und hinten lang: Der Vokuhila war eine Modesünde aus den 80er Jahren. Doch gibt es immer noch Liebhaber der Frisur – bekommt der Vokuhila ein Revival?

          Topmeldungen

          Demokraten in Amerika : Wahlkampf der Identitätspolitiker?

          Amerikas Demokraten diskutieren ihre Strategie für den Kampf gegen Donald Trump: Sollen sie an weiße Arbeiter oder an benachteiligte Gruppen appellieren? Doch es könnte sich auch um eine Scheindebatte handeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.