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Andrea Karg Bild: Hersteller

Andrea Karg im Stil-Fragebogen : „In der Firma essen wir immer alle zusammen“

Andrea Karg gründete im Alter von 30 Jahren in München eine eigene Modemarke. Ihr Kaschmir-Label „Allude“ feierte 2018 sein dreißigjähriges Jubiläum. Im Stil-Fragebogen verrät sie, was das älteste Kleidungsstück in ihrem Schrank ist.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ich trinke Darjeeling-Tee der Marke Goomtee von Fortnum & Mason aus London, immer mit Zitrone. Dazu ein Pfister-Brot, Roggen mit Kruste, darauf Trüffelbrie und Aprikosenmarmelade. Ich bin ein Frühstücks-Mensch. Für meinen Mann und mich ist das die Zeit. Jeder schlürft seinen Tee, knackt in sein Brot und liest seine Zeitung.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Stationär und online, aber fast immer auf Reisen. Dort, wo ich gerade bin.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Eine handgestrickte Kaschmirjacke aus der ersten Kollektion. Sie ist dunkelgrün, wiegt anderthalb Kilogramm und hat einen Namen: Brunai. Im Winter ist sie 100 Tage im Einsatz.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Gestern. Er ging an die Gastgeber eines Festes, auf dem wir eingeladen waren. Ich finde es schön, mich im Anschluss mit dem Füller hinzusetzen und zu schreiben statt einfach nur eine SMS zu schicken.

          Welches Buch hat Sie im Leben am meisten beeindruckt?

          Der Brockhaus. Als Kind, bevor es Internet und Wikipedia gab, fand ich das irre, dieses geballte Wissen, die Querverweise. In jüngerer Vergangenheit aber auch „Blackout“ von Marc Elsberg.

          Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?

          Tageszeitung lese ich zum Frühstück. Und ich habe mir die Apps von ARD und ZDF heruntergeladen, um Nachrichten zu schauen, wenn ich gerade Zeit habe, statt mich nach bestimmten Uhrzeiten richten zu müssen.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Smalltalk stresst und langweilt mich. Deshalb gehe ich auch wenig auf große Feiern.

          Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

          Da fällt mir keiner ein.

          Sind Sie abergläubisch?

          Nicht wirklich, aber ich bin ein Fan der Überzeugung: Der Glaube versetzt Berge. Einen Parkplatz zu bekommen klappt so ganz gut.

          Worüber können Sie lachen?

          Situationskomik. Manchmal über mich selber. Es darf aber nicht auf Kosten anderer gehen.

          Ihr Lieblingsvorname?

          Gwendolyn. Einfach so, den Namen mag ich.

          Machen Sie eine Mittagspause?

          Wir essen immer alle zusammen in der Firma. Es wird reihum gekocht, und dann setzen wir uns gemeinsam hin. Das ist sehr kommunikativ. Wir kochen dann insgesamt für 16 Personen, das muss man auch erst mal lernen.

          In welchem Land würden Sie gerne leben?

          In dem, in dem ich lebe. Deutschland hat mir alles ermöglicht. Ich finde es klasse hier.

          Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

          Zitronen.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Komische Frage. Das Auto war für mich nie ein Synonym für Freiheit und hat mich auch nie daran gehindert. Ich fahre aber hauptsächlich Fahrrad.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Ich kann mich ganz gut auf Situationen einstellen.

          Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?

          Ich trinke gerne ein Glas Wein.

          Welcher historischen Person würden Sie gerne begegnen?

          Maria Theresia von Österreich – die ganzen Kinder! Und Königin Elisabeth I. Starke Frauen in ihrer Zeit.

          Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?

          Ja, eine Uhr und einen Ring. Aktuell auch einige Freundschaftsarmbänder. Die kommen aus Peru, da waren wir gerade mit der Familie. Die habe ich noch nicht abnehmen wollen.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Portrait of a Lady von Frederic Malle.

          Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?

          Ich finde es toll, wenn man ein Erlebnis mit anderen Menschen teilen kann. In dem Fall war die Familie mit dabei: Wir sind mit dem Hubschrauber über den schneebedeckten Kilimandscharo geflogen und haben von oben in diesen riesigen Krater hineingeschaut. Wegen des Sauerstoffs kann man nicht lange in der Luft bleiben, und als wir wieder gelandet sind, stand schon ein großes Frühstück bereit. Toll.

          Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?

          Auf dem von Thirty Seconds to Mars. Ich mag die Musik eigentlich unheimlich gerne, aber das war nicht so doll, sehr medioker.

          Was fehlt Ihnen zum Glück?

          Wenn man gesund ist und alles hat, ist das doch schon phantastisch. Es würde mir zum Glück nur fehlen zu wissen, dass der morgige Tag so schön ist wie der heutige.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Ein Glas Wein.

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