https://www.faz.net/-hrx-9p2tu

Die Uhr der Apollo-Astronauten : Allzeit bereit

  • -Aktualisiert am

Astronaut Charles Duke hat seine eigenen Mond-Erfahrungen gemacht – Die Uhr hatte er immer dabei. Bild: dpa

Als Buzz Aldrin mit Neil Armstrong den Mond betrat, trug er eine Speedmaster. Bis heute tragen Nasa-Astronauten diese Uhr. Der Raumfahrer Charles Duke hat seine eigenen Erfahrungen damit gemacht.

          6 Min.

          Im All entscheiden Sekunden über Erfolg und Misserfolg, über Leben und Tod. Als im Jahr 1970 Apollo 13 nach der Explosion eines Sauerstofftanks im eingeschränkten Notmodus zurück zur Erde manövriert werden sollte, wurden alle Systeme, die irgendwie entbehrlich waren, heruntergefahren, um Ressourcen zu sparen. Die Zündung der Triebwerke musste daher ohne Computer vollständig manuell ausgeführt werden: anhand von visuellen Orientierungspunkten und einer Stoppuhr, um den richtigen Zeitpunkt für das Einsetzen und die Dauer der Zündung zu bestimmen. „Eine Sekunde zu lang, und du stürzt ab“, sagt Charles Duke, ein ehemaliger Astronaut der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa. „Daher war es sehr, sehr wichtig, die Zündung richtig hinzubekommen.“

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Das galt nicht nur für Apollo 13. Duke, heute 83 Jahre alt, flog 1972 mit Apollo 16 zum Mond. Seine Aufgabe während dieser fünften Reise auf den Mond war es unter anderem, mit seiner Armbanduhr die computerbasierte Ausführung der Manöver zu kontrollieren. „Ich startete die Uhr bei der Zündung, und wenn die Triebwerke nicht zum richtigen Zeitpunkt abschalteten, hätte ich das manuell veranlasst. Das war unsere Sicherung zusätzlich zum Computer.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Peter Feldmann bei einem Besuch im Awo-Jugendhaus im Frankfurter Gallusviertel im Jahr 2014.

          Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.
          Hinter den Häusern und Kirchen der Innenstadt in München sind am Morgen die Berge sichtbar.

          Bauvorhaben und Infrastruktur : Bayern und seine Schwächen

          Bayern steht gut da, doch auch im Freistaat hakt es mancherorts außerordentlich. In München droht gar ein verkehrspolitisches Desaster – das bald womöglich den Vergleich mit dem Berliner Flughafen nicht mehr scheuen muss.
          Jedes Kind ist anders. „Es wäre schön, wenn Eltern es schaffen, ihre Kinder auf deren Kanal zu erreichen“, sagt Expertin Döpfner.

          Tipps für Eltern : Wie wir unsere Kinder zum Reden bringen

          „Wie war’s in der Schule?“ – „Gut“: Je mehr Eltern ihren Nachwuchs ausfragen, desto mehr zieht er sich zurück. Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, um mit den eigenen Kindern vertrauensvoll ins Gespräch zu kommen.