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Entscheidung in Paris : 9,3 Millionen Euro für Designer Hedi Slimane

Hedi Slimane im Herbst 2012 bei der Vorstellung einer Saint-Laurent-Kollektion in Paris Bild: AFP

Für sein letztes Arbeitsjahr im Dienste von Saint Laurent bekommt Modemacher Hedi Slimane eine saftige Nachzahlung. Er hatte den Umsatz der Marke auf mehr als eine Milliarde Euro fast verdreifacht und fühlte sich unterbezahlt.

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          Der Modemacher Hedi Slimane erhält von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Yves-Saint-Laurent-Muttergesellschaft Kering, voraussichtlich eine saftige Nachzahlung.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Ein Handelsgericht in Paris verurteilte das Unternehmen zu einer Überweisung von 9,3 Millionen Euro für sein letztes Arbeitsjahr im Dienste von Saint Laurent. Das Unternehmen hatte ihm nur rund 667.000 Euro gezahlt.

          Es geht bei der Nachzahlung vor allem um Slimanes Ansprüche auf den Kauf von Kering-Aktien zum Vorzugspreis, die er danach gewinnbringend verkaufen kann.

          Das Pariser Handelsgericht ist der Ansicht, dass der Designer diese Ansprüche geltend machen darf.

          Kering will nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg dagegen Berufung einlegen. Das wäre nicht das erste Mal: Das Unternehmen war schon 2016 gegen Slimane in Berufung gegangen, nachdem es in erster Instanz unterlegen war.

          Die Kollektion von Hedi Slimane für Saint Laurent im Sommer 2015

          Der Modemacher hat den Umsatz von Saint Laurent in seiner vierjährigen Tätigkeit bis 2016 auf mehr als eine Milliarde Euro fast verdreifacht. Daher fühlte er sich erheblich unterbezahlt. Die Scheidung von Kering verlief in mehrfacher Hinsicht im Streit.

          Es ging nicht nur um eine Konkurrenzausschlussklausel in seinem Vertrag, sondern auch um Rechte am intellektuellen Eigentum. Slimane bestand nach seinem Abgang darauf, dass Saint Laurent alle seine Fotos aus dem Online-Archiv löscht.

          Dafür entfernte Saint Laurent alle Fotos von Slimane aus dem Instagram-Konto der Modemarke. Dort ist jetzt nur noch ein Bild seines Nachfolgers Anthony Vaccarello zu finden.

          Slimane hat sich einen Namen als Kreativchef des Modehauses Dior Homme gemacht, das zum Kering-Rivalen LVMH gehört. Dieses Jahr kehrte Slimane zur LVMH-Gruppe zurück und führt dort nun die Marke Celine.

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