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Gesunde Zähne : Kassen zahlen mehr für die Parodontitis-Behandlung

  • -Aktualisiert am

Keine Folterinstrumente: Utensilien für die Zahnbehandlung. Bild: dpa

Bisher wurde nur die Behandlung von akuten Entzündungen übernommen. Von Juli an zahlen Kassen mehr für die Parodontitis-Vorsorge. Die professionelle Zahnreinigung bleibt aber eine Privatleistung. Ein Überblick über die neuen Leistungen.

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          Zugegeben, eine Parodontitis-Behandlung beim Zahnarzt gehört nicht zu den besonders angenehmen Dingen im Leben. Viele schieben sie auf oder verdrängen das Thema ganz. Hat man sie einmal hinter sich, kann man sich allerdings glücklich schätzen, denn die professionelle Beseitigung chronischer Entzündungen am Zahnhalteapparat steigert die Wahrscheinlichkeit enorm, auch in fortgeschrittenem Alter noch eigene Zähne statt lästigen Zahnersatz im Mund zu haben. Und auch insgesamt gesund zu bleiben. Die Statistik ist ernüchternd: Bereits mehr als jeder Zweite der 35- bis 44-Jährigen in Deutschland leidet Schätzungen zufolge an einer mittelschweren Parodontitis. Ist man bereits in den Fünfzigern, kann fast jeder der Freunde beim Thema mitreden.

          Vom 1. Juli an gibt es nun deutlich weniger Ausreden, solch eine Behandlung nicht anzugehen. „Jetzt wird eine langjährige Versorgungslücke in der Behandlung gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten geschlossen“, sagt Stephan Allroggen, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen (KZVH) in Frankfurt.

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