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Augenbrauen transplantieren : „Nach etwa einer Woche ist man wieder gesellschaftsfähig“

Eine Patientin begutachtet sich nach einer Augenbrauen-Transplantation im Spiegel. Bild: Jens Gyarmaty

Reza Azar, der in Berlin ein Zentrum für Haartransplantation betreibt, klärt im Interview über den Trend zu buschigen Augenbrauen auf – und warnt vor Billiganbietern aus dem Ausland.

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          Herr Azar, als Spezialist für Haartransplantationen: Wie viele Haare haben Sie heute schon transplantiert?

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Heute habe ich etwa 1000 Kopfhaare transplantiert. Damit war ich den ganzen Tag beschäftigt.

          Sie transplantieren auch Augenbrauen. Dichte, buschige Augenbrauen gelten spätestens seit dem Model Cara Delevingne als Schönheitsideal. Seit wann bemerken Sie diesen Hype um die Brauen?

          Ich habe schon 2008 mit der Augenbrauen-Transplantation begonnen. Damals allerdings waren die meisten meiner Patienten Unfallopfer, die Teile der Brauen oder die kompletten Brauen verloren hatten. Seit vier, fünf Jahren kommen immer mehr Patientinnen, die in jungen Jahren - wie es eben früher Mode war - ihre Augenbrauen überzupft haben und jetzt unzufrieden sind.

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