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Volkskrankheit Migräne : Dann bin ich wohl ein Totalschaden

  • -Aktualisiert am

Katja Scholtz (links) und Kirstin Warnke Bild: Daniel Pilar

Sie kennen sich nur flüchtig. Dann erfährt die eine, dass die andere auch Migräne hat – wie sie selbst. Und schreibt ihr. Ein Mailwechsel über Schmerzen, Scham und flüchtige Momente der Freude.

          11 Min.

          Dienstag 21:36

          Katja Scholtz an Kirstin Warnke

          Betreff: Hab ich das Zeug zum Notfall?

          Liebe Kirstin,

          verzeih diesen Überfall – wir sind uns ja nur einmal kurz begegnet, aber da ahnte ich nicht, dass uns etwas Entscheidendes verbindet... Zufällig hörte ich jetzt, dass du dich neulich wegen wiederkehrender Migräneattacken ins Krankenhaus eingeliefert hast, und da habe ich kurzentschlossen nach deiner E-Mail-Adresse gefragt, weil ich so gern wüsste: Ab wie viel Attacken nehmen die einen? Und: Was hat man mit dir gemacht? Ging es dir anschließend besser? Ich bin zurzeit völlig verzweifelt, weil die Abstände zwischen den Anfällen immer kleiner werden und ich Triptane (weißt schon, die kleinen Migränewundermittel, die man nicht zu oft nehmen darf) wie eine Art Nahrungsergänzungsmittel verzehre. Ich schreib dir in der Hoffnung, dass du mich NICHT fragst, ob ich ausreichend Wasser getrunken habe. Und nein, ich brauche auch keine Beißschiene, und weder Lavendelöl noch Pestwurz haben Linderung gebracht.

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