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Risikopatientin berichtet : „Mein Alltag ist ein Spießrutenlauf"

  • -Aktualisiert am

Rückkehr in das alte neue Leben? Für Laura K. ist das unter Corona-Bedingungen ungewiss. Bild: Jan Zühlke

Keine Berührungen, kaum Kontakte: Laura K. aus Berlin ist 28 Jahre alt und gehört nach einer Nierentransplantation zur Hochrisikogruppe. Ein Rückblick auf ein Jahr voller Wachsamkeit und Entbehrungen.

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          Seit dem 12. März 2020 habe ich keinen anderen Menschen mehr berührt. Ich habe seitdem keine Privatwohnung als meine eigene betreten. Ich verbringe viel Zeit allein. Meine Familie, Freundinnen und Freunde sehe ich selten, und wenn überhaupt, dann draußen mit Abstand und FFP2-Maske. Meinem Beruf als Beraterin gehe ich seit März aus dem Homeoffice nach.

          Ich bin 28 Jahre alt. Im September 2016 bekam ich eine neue Niere. Die Lebendorganspende meiner Mutter setzte meiner vierjährigen Krankheitsgeschichte inklusive unzähliger Krankenhausaufenthalte, Operationen und der lebenserhaltenden, jedoch kräftezehrenden Dialyse ein vorläufiges Ende. Seitdem war für mich vieles wieder möglich: studieren, arbeiten, unbegrenzt Wasser trinken, meine Zukunft über die nächste Woche hinaus planen. Nach vielen Unterbrechungen konnte ich meinen Bachelor beenden, mal wieder feiern gehen, ein Ehrenamt übernehmen.

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