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Test zu Feuchtigkeitcremes : Großzügige Spender gesucht

  • -Aktualisiert am

Hyaluronsäure soll der Schlüssel zu Feuchtigkeit sein. Doch welches Produkt hält, was es verspricht? Klicken Sie auf das Bild für die Ergebnisse zu unserem Creme-Test. Bild: Picture-Alliance

Feuchtigkeitsspender! Kaum eine Kosmetik-Marke kann heute auf Cremes, Seren und Gels mit Hyaluronsäure verzichten. Aber worum handelt es sich dabei? Und welches Produkt hält, was es verspricht? Ein Test.

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          Zwei Tropfen morgens und abends – und die Haut soll wieder so prall sein wie die Pausbäckchen einer Dreijährigen? Wunder kann selbst Hyaluron nicht vollbringen. Doch immerhin gelten Produkte, die Hyaluronsäure enthalten, als Feuchtigkeitsspender. Im Alltag ist dieser Wirkstoff seit Jahren ein unauffälliger Begleiter, sei es als Zusatz in Nasensprays, um das Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern oder als Feuchtigkeits-Extra für Augentropfen und Kontaktlinsenpflegemittel.

          In der Kosmetikindustrie ist Hyaluron mittlerweile ein Inhaltsstoff, der in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz kommt. Ob Serum, Gesichtscreme, Augen-Gel, Lippenpflege, Gesichtspuder, Maske, Körperlotion oder Body-Schaum. Von der Eigenmarke eines Drogeriefilialisten über den traditionellen Kosmetikkonzern bis zur hochpreisigen Dermatologen-Pflege: Kaum ein Hersteller kann mehr auf Hyaluron verzichten.

          Doch was ist Hyaluron eigentlich? Im Unterschied zu Botox ist Hyaluronsäure ein natürlicher Stoff und die Grundsubstanz unserer Haut, die zu über fünfzig Prozent aus Hyaluronsäure besteht. Diese hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit in enormen Mengen aufzunehmen und zu speichern. Ein Gramm kann bis zu sechs Liter Wasser binden. Das Problem: Ab dem 25. Lebensjahr produziert der Körper diesen Stoff nicht mehr in dem Maße wie eigentlich benötigt. Die Folgen sind bekannt: Die Spannkraft der Haut lässt allmählich nach. Im nächsten Schritt kommt es zur Faltenbildung.

          So kamen Forscher schon in den achtziger Jahren auf die Idee, den natürlichen Feuchtigkeitsstoff im Labor zu produzieren – zunächst aus Hahnenkämmen. Heutzutage wird Hyaluron aus Mikroorganismen gewonnen, um allergische Reaktionen auf tierische Proteine auszuschließen. Da die Hyaluronsäure in voller Größe jedoch nur wenig von der Haut aufgenommen werden kann, setzt die Industrie Abbaufragmente von Hyaluronsäure ein. Diese Bestandteile besitzen ein geringeres molekulares Gewicht, wodurch die einzelnen Fragmente leichter in die Haut eindringen können.

          Wer noch eine Stufe weiter gehen möchte, kann seinem Körper Hyaluron auch in Form von Flüssigkeit zuführen lassen. Diese Anwendung heißt Mesotherapie und ist in der Schönheitschirurgie ein etabliertes Verfahren. Mit einer feinen Nadel wird die Hyaluronsäure in die Haut injiziert und Falten aufgefüllt. Dadurch wirkt der Teint praller und frischer. Wie lange der Effekt vorhält, hängt davon ab, wo unterspritzt wird und wie es um den Zustand der Haut bestellt ist. Bei Lippen und Stirn sind es etwa sechs Monate, bei Nasolabialfalten – den Furchen zwischen Nasenflügeln und Mundwinkeln – zwischen sechs und neun Monaten. Die Wangen glättet gespritzte Hyaluronsäure sogar neun bis 15 Monate.

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