Täglich 15 Stunden Programm :
Warum die Deutschen Fernseh-Morde lieben

Maria Wiesner
Ein Kommentar von Maria Wiesner
Lesezeit: 3 Min.
Benedict Cumberbatch und Martin Freeman ermitteln als Sherlock Holmes und John Watson in der „Sherlock“-Folge „Ein Fall von Pink“.
Von der urbanen Ermittlerin bis zu den Rentnercops: Wer abends den Fernseher anschaltet, bekommt auf jedem Sender einen anderen Mord geboten. Was nur macht die Faszination des Krimis für die Deutschen aus?
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Deutsche lieben Morde. Der Eindruck drängt sich auf, wenn man an einem beliebigen Abend durch das Fernsehprogramm schaltet. Von 20 Uhr bis kurz nach Mitternacht laufen von ARD bis Vox mehr als 15 Stunden Kriminalserien und -filme. Das ZDF zeigt „Die Toten von Salzburg“, der NDR schickt seine Ermittler im „Großstadtrevier“ ins gefährliche Konditormilieu, im SWR ermitteln die „Rentnercops“ und im Hessischen Rundfunk treibt – mehr Klischee geht nicht – bei „Morden im Norden“ die Leiche eines Lübecker Marzipanfabrikanten an den Timmendorfer Strand.

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