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Kranz aus verschiedenen Blättern und Kräutern Bild: Frank Röth

Selbstgemachtes zum Advent : Schneiden, malen, glänzen

Draußen sacken die Temperaturen in den Keller, es wird früh dunkel, die Kinder wollen beschäftigt werden. Deshalb ist jetzt Bastel- und Backzeit. Hier kommen die besten Tipps.

          6 Min.

          Backen in 3D

          Wir backen Bäume und setzen auf bewährten Mürbeteig, bei dem wenig schiefgehen kann. Aus dem gekühlten, gemeinsam gekneteten und ausgerollten Teig stechen wir mit Gläsern verschieden große Kreise aus. Die Plätzchen werden gebacken, mit einigen Tupfern geschmolzener Kuvertüre, die als Klebstoff dient, versehen und als Pyramide hoch gestapelt, ein wunderbarer 3D-Effekt. Ein Hingucker sind Sternformen, die versetzt aufgetürmt werden. Nichts geht übers Selbstbacken; wenn’s aber mal schnell gehen soll oder zum Ausprobieren, ist eine Packung Zimtsterne auch gut. So entstehen gebackene Bäume, die mit Puderzucker bestäubt, grünem Zuckerguss gefärbt und Süßkram verziert werden.

          Ursula Kals

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Dieser Turmbau ist ebenso die Basis für Schneemänner: Plätzchen stapeln oder einen großen und einen kleinen Muffin backen, obenauf einen weißen Marshmallow als Kopf setzen. Den Rumpf mit weißem Puderzuckerguss einfärben, mit dunklem Guss oder Zuckerschrift das Gesicht gestalten, Marzipanmöhrchen oder Cranberrys als Nasen einsetzen, mit Schokoladenstangen die Stock-Arme simulieren. Bewährt als Baugebäck haben sich weiße Pfeffernüsse. Bäume und Männer auf einem Teller mit Zuckerwürfeln oder zwischen halbierte Marshmallows als essbare Winterszene plazieren. Wer mag, baut aus Dominosteinen und zwei Butterkeksen als Dach noch kleine Hütten, das ist sozusagen die Blitzvariante eines großen Hexenhauses. Auch mit Früchtebrot- oder Lebkuchenwürfeln schreitet der Hausbau flott voran.

          Belebt wird die Szenerie mit Marzipan-Tieren. Dazu Marzipanmasse zwischen zwei Frischhaltefolien ausrollen, Formen ausstechen, mit Guss verzieren. Je nach Geschmack geht das auch mit Nougatmasse. Wer Füchse oder Eichhörnchen aussticht oder mit Schablonen ausschneidet, kann die kleine Schneelandschaft zuckersüß beleben. Zum Aufessen ist das herzige Tableau – trotz oder aufgrund seiner aberwitzigen Proportionen – fast zu schade.

          Nicht nur für Do-it-yourself-Profis: Plätzchenpyramide mit Glasur

          Noch einfacher als die 3D-Männer funktioniert folgende Idee: Runde Plätzchen sind eine Grundlage für Schneemanngesichter. Plätzchen backen, mit weißem Zuckerguss bestreichen, mit dunkler Zuckerschrift Augenpunkte, Strichmund und mit Rot die Nase malen. Zum Basteln gibt es Kinderpunsch und Kakao. Ganz wie früher und noch davor. Nur Rolf Zuckowski mit seiner „Weihnachtsbäckerei“, der hat Auftrittverbot.

          Und wer in der Adventszeit noch etwas für die Vögel tun will, kann das ganz einfach mit selbstgemachten Meisenknödeln, die auch auf städtische Fensterbänke Vögel locken. Sonnenblumenkerne, Haferflocken oder einen Beutel Vogelfutter nehmen, Pflanzenfett oder Rindertalg schmelzen, Körner untermengen. Eilige füllen mit der Masse ausrangierte Tassen, direkt am Henkel aufhängen. Kinder lieben es, Papprollen mit Fett einzuschmieren in den Körnern zu wälzen und an einem dicken Bindfaden aufzuhängen. Da schüttelt es die Ästheten. Die stechen mit Plätzchenformen Sterne oder Tannenbäume aus. Den Vögeln wird’s egal sein, sieht aber als Außenschmuck spektakulär aus. Das findet auch Nachbars Katze; deshalb Vogelfutter immer katzensicher anbieten.

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