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Studie zur Zufriedenheit : Das Glück ist ein U

Uuuuuuu: Bei Angela Merkel, 59, zeigt die Zufriedenheitskurve der Theorie zufolge wieder nach oben. Bild: dpa

Im Alter von 20 Jahren fühlen sich Menschen am wohlsten. Danach nimmt die Lebenszufriedenheit ab, bis sie ab dem 50. Lebensjahr wieder steigt. Das haben britische Forscher herausgefunden. Über die Ursachen für diese U-Kurve haben sie verschiedene Theorien.

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          Die Lebenszufriedenheit ist schlicht eine Frage des Alters. Das Wohlbefinden folgt im Laufe des Erwachsenenlebens einer U-Kurve. Fühlen sich die Menschen mit 20 vergleichsweise wohl, sinkt die Zufriedenheit bis etwa zum 50. Lebensjahr - in der sogenannten Midlife-Crisis. Danach geht es wieder bergauf. Erst mit 75 verlässt die Kurve dann die U-Form, die Zufriedenheit sinkt wieder.

          Andreas Nefzger
          Redakteur in der Politik.

          Das haben Wissenschaftler in mehr als 50 Nationen, über alle sozioökonomische Gruppen hinweg herausgefunden - und sogar bei Menschenaffen soll das Glück dem U folgen. Über die Ursachen sei wenig bekannt, schreibt Hannes Schwandt in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Center for Economic Performance an der London School of Economics. Eine Theorie geht davon aus, dass unerfüllte Hoffnungen im mittleren Alter als schmerzhaft empfunden werden; später gibt man diese Hoffnungen auf.

          Eine ergänzende Theorie besagt, dass man sich über verpasste Chancen im Alter weniger aufregt. Schwandt nimmt an, dass das Wohlbefinden davon abhängt, was der einzelne für den jeweiligen Lebensabschnitt erwartet. Deshalb hat er untersucht, ob Menschen ihre künftige Lebenszufriedenheit falsch einschätzen. Dafür hat er auf Daten des deutschen sozioökonomischen Panels zurückgegriffen, das auch abfragt, wie zufrieden jemand im Moment ist und wie er die Lage in fünf Jahren einschätzt.

          So konnte Schwandt bei mehr als 23.000 Befragten überprüfen, ob sie mit ihrer Einschätzung irrten. Sein Ergebnis: Der Mensch macht bei der Vorhersage seines Wohlbefindens systematisch Fehler. Die hohen Erwartungen junger Erwachsener bewahrheiten sich nicht, weshalb die Zufriedenheit sinkt. Ältere Menschen hoffen nicht mehr, dass es besser wird - und werden wieder zufriedener. Das ist eine Erkenntnis, die Krisen in der Lebensmitte abschwächen könnte, glaubt der Autor: Das Wissen über altersgemäße Vorhersagefehler „könnte Menschen helfen, ihre Erwartungen anzupassen, wichtige Entscheidungen in ihrem Leben zu optimieren und weniger zu leiden, wenn sich Erwartungen nicht erfüllen“.

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