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Ein Experte gibt Auskunft : „Glück ist ansteckend – wie eine Grippe“

Trotz Smiley nicht fröhlich: Glück entsteht nicht im Kopf, sondern zwischen Menschen. Bild: Mart Klein und Miriam Migliazzi

Was kann man tun, wenn die Stimmung im November in den Keller geht? Ein Gespräch mit dem Glücksforscher Stefan Klein über zufriedene Südamerikaner, unzufriedene Deutsche und die Macht von Bewegung.

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          Herr Klein, was ist Glücksforschung, und wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

          Susanne Kusicke

          Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Ich habe mich schon immer für das menschliche Gehirn interessiert, und ungefähr 1990 gab es einen großen Umschwung in den Neurowissenschaften. Man hat damals begonnen zu verstehen, welche bedeutende Rolle die Gefühle für unser Verhalten spielen. Vorher versuchte man immer, das menschliche Handeln durch kognitive Vorgänge zu erklären. Man forschte dann viel über negative Gefühle, Angst, Wut, Trauer, wogegen die positiven Gefühle weitgehend unbekanntes Land blieben. Aber ich wollte wissen, ob es so etwas geben könnte wie eine Wissenschaft vom Glück. Nicht wenige Leute haben mich für ein bisschen plemplem erklärt.

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