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Beauty-Produkte : Nordische Schönheit

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Natur und Frische - das ist das Bild, was wir vom Schweden-Urlaub in den Schären haben. Und das ist auch das Prinzip der Beauty-Produkte, die aus Skandinavien kommen. Bild: Mikael Pilstrand

Nicht nur das Essen konsumieren viele Verbraucher bewusster. Immer mehr wollen auch wissen, was in Beauty-Produkten steckt - und wählen skandinavische Marken. Wir zeigen Ihnen, warum das so ist.

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          Dass die Skandinavier erfolgreich Mode und Möbel machen können, ist klar, seit die Schweden Hennes & Mauritz und Ikea nach Deutschland gebracht haben. Doch nicht nur sie, auch deren Nachbarnationen wissen, wie aus Innovation und Design schöne Alltagsprodukte entstehen. Besonders deutlich ist das dieser Tage in der Kosmetikbranche zu beobachten. Beauty-Produkte aus Schweden, Dänemark oder Finnland werden immer begehrter. Sie punkten mit natürlichen Inhaltsstoffen sowie optisch ansprechenden Flaschen und Tiegeln.

          Angefangen hat der Trend mit individuellen Düften. Wenn plötzlich die Kollegin dasselbe Parfum verwendet, wächst der Wunsch nach einer Alternative, die es nicht an jeder Straßenecke zu kaufen gibt. Benutzt man einen Duft namens „Oud Save The Queen“ (von der Marke Atkinsons), „Remarkable People“ (von Etat Libre d’Orange) oder „Love in Black“ (Creed), umgibt einen die Aura des Besonderen. Selbst die Markennamen sind ja den wenigsten ein Begriff.

          Beauty-Produkte versprechen Individualität

          Kein Wunder also, dass Nischen-Portale wie Greenglam und Niche Beauty oder Concept-Stores mit Beauty-Produkten jetzt wie Pilze aus dem Boden schießen. Auch bei „Douglas“ liegen neben den großen Marken wie Armani, Hugo Boss, Versace und Chanel inzwischen weniger populäre Düfte von Diptyque, Annick Goutal oder L’Artisan Parfumeur in den Regalen. „Die Menschen sind immer stärker davon getrieben, etwas Einzigartiges zu finden. Wir lassen uns immer weniger von großangelegten Werbekampagnen mit riesigen Budgets blenden“, sagt Zarko Ahlmann Pavlov, Parfumeur aus Dänemark. „Es geht heute darum, dem Verbraucher Produkte anzubieten, die ihre individuellen Bedürfnisse erfüllen“, sagt auch Verso-Gründer Lars Fredriksson aus Schweden.

          Individualität ist das eine. Mit dem Trend zu Bio-Food, mehr Sport und einer ausgewogenen „Work-Life-Balance“ setzt auch ein neues Bewusstsein in der Hautpflege ein. Wer wissen möchte, was er isst, dürfte auch daran interessiert sein, welche Stoffe er sich auf die Haut schmiert. „Das Bewusstsein der Verbraucherinnen hat sich verändert“, bestätigt Ines Ganz von Ludwig Beck in München. Sie verantwortet die Nischen-Beauty-Abteilung des zum Kaufhaus gehörenden Online-Shops. 150 Marken führt Beck im Sortiment. Vor allem die deutschen Kundinnen sind bekannt dafür, gut informiert und an den Inhaltsstoffen interessiert zu sein. Das Interesse an Pflegeprodukten, die frei von Parabenen, Konservierungs- und Farbstoffen sind, steigt. „Wenn heute in einer Tagescreme 50 Inhaltsstoffe sind, kommt die informierte Kundin ins Grübeln“, so Julia Shin-Hüsken vom isländischen Label Bioeffect. Deren Gesichtsserum zählt gerade mal sieben Inhaltsstoffe.

          Funktional und unprätentiös – aber wirksam

          Im Unterschied zu vor einigen Jahren, als dem Thema Naturkosmetik noch der Mief von Jutesack und Reformhaus anhing, schließen sich biologische Inhaltsstoffe und Designverpackung nicht mehr aus. Genau das haben die skandinavischen Kosmetikanbieter vor allen anderen verstanden. Verso aus Schweden etwa, deren Rezeptur auf Retinol, einer Form von Vitamin A, basiert, hat nicht nur mit einer innovativen Produktentwicklung, sondern auch mit einer minimalistischen Verpackung neue Maßstäbe gesetzt. Dafür bekam das Unternehmen 2014 den renommierten Designpreis „Red Dot Design Award“. Das Erfolgsrezept klingt simpel. „Wir kombinieren skandinavische Ästhetik mit Funktionalität und Wirksamkeit“, so Fredriksson von Verso.

          Damit steht die Marke nicht allein. „Unsere Philosophie ,Weniger ist mehr‘ führt dazu, dass wir nach einfachen Lösungen bei Inhalt und Verpackung suchen“, bestätigt Monica Kylén von der Marke L:A Bruket. Vielleicht gründet sich der aktuelle Erfolg der Skandinavier auch auf ihre unprätentiöse Mentalität. „Wir machen uns einfach nicht so viel Gedanken“, so Kylén, „wir entwickeln keine Studien, sondern fragen unsere Freunde, was sie mögen. Und dann legen wir los.“

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