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Ängste : Wenn der Kopf den Körper krank macht

  • -Aktualisiert am

Gibt Hilfe zur Selbsthilfe: die Schmittener Psychotherapeutin und Ärztin Barbara Günther-Haug Bild: Laila Sieber

Weil Ängste die Lebensfreude verdrängen können, sollte man dringend gegensteuern. Wie das gehen kann, erklärt die Psychotherapeutin Barbara Günther-Haug in einem Buch.

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          Seit Beginn der Corona-Pandemie wird man täglich mit Meldungen über Krankheit und Tod konfrontiert. Dazu kommen Nachrichten von Unfällen und Schicksalsschlägen. Eigentlich nicht verwunderlich, dass Menschen Angst vor den allgemeinen Risiken des Lebens haben, potentielle Gefahren gibt es überall. Grundsätzlich ist Angst jedoch etwas Gutes, denn sie bringt Menschen dazu, vorsichtig zu sein, und schützt sie so vor Gefahr. Wenn Ängste aber dazu führen, dass man nicht mehr in den Supermarkt und zur Arbeit gehen kann oder man sich nicht mehr traut, Straßenbahn zu fahren, dann kann die Angst selbst zur Gefahr werden.

          Die Ärztin und Psychotherapeutin Barbara Günther-Haug behandelt in ihrer Praxis in Schmitten viele Patienten mit Angststörungen und weiß, dass übermäßige Angst keine Seltenheit ist. Wenn Menschen in ihre Praxis kommen, klagen diese allerdings oft nicht über Ängste, sondern über körperliche Beschwerden wie Tinnitus, Bauchschmerzen oder Zungenbrennen: „Menschen, die zu mir kommen, sagen selten: ,Ich habe eine Angststörung.‘ Eher heißt es: ,Ich habe ein Eheproblem, bin unglücklich, kann nicht schlafen, habe Rückenschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Aber niemand von den Ärzten hat was gefunden, und jetzt heißt es, das kommt vom Gehirn.‘“

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