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Psychiater über den Lockdown : „Lebt so, dass ihr eine Affäre haben könnt“

„Man sollte sich Rückzugsräume bewahren, in denen man auch ungestört kommunizieren kann“, rät Psychiater Jan Kalbitzer Paaren im Homeoffice. Bild: Picture-Alliance

Homeoffice, Kinderbetreuung, Müdigkeit, Stress: Vielen geht es gerade nicht gut. Psychiater Jan Kalbitzer glaubt, wir haben in der Pandemie viel zu lang auf „Durchhalten“ gesetzt, anstatt den Alltag anzupassen – und gibt Tipps für den verschärften Lockdown.

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          Herr Kalbitzer, ich habe mich heute Morgen fünf Minuten lang geräkelt, das hatten Sie mir in unserem Vorgespräch geraten. Ich kam auch gleich etwas besser aus dem Bett.

          Johanna Dürrholz

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Räkeln ist morgens sehr gut – man springt sonst oft schnell ins Kognitive. Wenn man aber ein bisschen in der eigenen Körperlichkeit verweilt, beginnt der Tag etwas langsamer.

          Wenn man dann aufs Handy schaut, ist man wieder in der Wirklichkeit.

          Eine zentrale Empfehlung von mir ist, Arbeit und Privates auf verschiedene Geräte zu verteilen. Das ist im Homeoffice wichtiger denn je. Man kann es auch auf verschiedene Räume verteilen, ich finde Geräte aber sinnvoller. Wir leben in Raum und Zeit – aber im Homeoffice verschwimmen die Grenzen. Ich rate zu einem privaten Slow-Gerät, einem Tablet oder einem Smartphone, auf dem man Filme gucken kann, lesen kann. Das muss dann arbeitsfrei sein.

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