https://www.faz.net/-hrx-a7gcs

Oloid von Melanie Dal Canton : Ein Duft wie ein umgestülpter Würfel

Parfum und Seife „Oloid“ von Melanie Dal Canton Berlin Bild: MDC Cosmetics

Melanie Dal Canton hatte schon länger die Idee ein eigenes Parfum herauszubringen. Mit Geza Schön entwickelte sie „Oloid“, das von einer geometrischen Figur inspiriert ist.

          2 Min.

          Melanie Dal Canton ist in ihrem Alltag von schönen Düften umgeben. Seit sie sich vor acht Jahren selbständig gemacht hat, verkauft sie in ihrem Geschäft MDC Cosmetic im Berliner Prenzlauer Berg Schönheitsprodukte. Seit Herbst steht nun ein neuer Duft in den Regalen. Schillernd trägt er ihre Initiale auf der schlichten Schachtel: Oloid.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          „Die Idee, ein eigenes Produkt herauszubringen, hatte ich schon lange, und da es bereits so viele gute Cremes und Lotions gibt, entschied ich mich für Parfum“, sagt Dal Canton. Mit Blick auf die Verjüngungsversprechen der meisten Beautyprodukte fügt sie hinzu: „Das Altern werden wir alle nicht aufhalten können, aber ich wollte etwas Schönes schaffen, das in jedem Alter froh stimmt.“

          Melanie Dal Canton: „Die Idee, ein eigenes Produkt herauszubringen, hatte ich schon lange.“
          Melanie Dal Canton: „Die Idee, ein eigenes Produkt herauszubringen, hatte ich schon lange.“ : Bild: MDC Cosmetics

          Einen kreativen Partner für die Duftkomposition fand sie in Geza Schön. Der Berliner Parfümeur hatte 2006 eine kleine Parfumrevolution angestoßen. Für seinen Duft Molecule 01 mischte er nicht wie üblich mehrere Duftnuancen, sondern konzentrierte sich komplett auf das Duftmolekül Iso E Super, das so strahlend und wandelbar ist, dass es den gesamten Duft trägt.

          Reine Luft, Gräser und der Blick von einem Berg

          Drei Jahre lang arbeitete Schön mit Dal Canton an Oloid. Sie hatte ihm anfangs beschrieben, wie das Endprodukt riechen solle: „Nach reiner Luft, Gräsern und dem erhebenden Gefühl, gerade einen 2000 Meter hohen Berg bestiegen zu haben und beim Blick hinab überwältigt davon zu sein, wie klein man in der Natur eigentlich ist.“ Das Leichte, Frische und Krautige ist tatsächlich im Endprodukt enthalten. Dal Canton spricht von einer Waldmeisternote, dazu kommt eine Note voller strahlender Eleganz, die weich ist, aber nicht süß, und den Träger umhüllt. Wäre sie ein Kleidungsstück, dann entspräche sie eher einem Tuch aus feinster gekämmter Baumwolle als einem dicken Kaschmirschal. Wenn sie einer geometrischen Figur entspräche, dann wohl dem Oloid.

          Diese Erfindung des Anthroposophen und Künstlers Paul Schatz beschäftigte Dal Canton lange. Wie Schatz kommt auch Dal Canton aus der Gegend des Bodensees. In Konstanz und in der Schweiz begab sie sich unlängst auf Spurensuche nach dem Schaffen dieses Manns, der mit Formen spielte. „Er hat versucht, den Würfel umzustülpen, und heraus kam der Oloid“, sagt Dal Canton. Welche Form dieser Namensgeber ihres Parfums eigentlich hat, erfährt man, wenn man die Seife der gleichen Serie zur Hand nimmt: ein glattes Produkt, das aussieht, als würden sich zwei gleichgroße Kreise senkrecht schneiden, ein wenig erinnert es an einen Propeller, dessen Enden schnabelförmig zulaufen. Auch das Oloid-Seifenstück enthält den Duft in hoher Konzentration. „Man kann es auch als Raumduft verwenden“, sagt Dal Canton. Oder man erfreut sich beim pandemiebedingten Händewaschen an seiner ungewöhnlichen Form.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Afroamerikaner Jaques DeGraff lässt sich im Februar in New York gegen das Corona-Virus impfen.

          Impfung gegen Corona : Die alte Angst der Afroamerikaner

          In den Vereinigten Staaten lassen sich deutlich weniger Afroamerikaner impfen als Weiße. Das liegt auch an Erfahrungen, die Schwarze mit Gesundheitsbehörden gemacht haben. Viele kennen noch das Verbrechen von „Tuskegee“.
          Chinesische Soldaten in Peking

          Rüstung : Verteidigungsministerium warnt vor Bedrohung durch China

          Zwei Millionen Soldaten, rund 6850 Kampfpanzer und die weltweit größten konventionellen Raketenpotentiale: Mit seinem Militär versuche China, die internationale Ordnung entlang eigener Interessen zu ändern, warnt das Verteidigungsministerium. Auch Russland bleibe eine Gefahr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.