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Nora Tschirner im Gespräch : „Wir sollten Depressionen mehr behandeln wie einen grippalen Infekt“

  • -Aktualisiert am

Nora Tschirner spielt die Hauptrolle in „The Mopes“, einer Serie über Depression. Bild: Picture-Alliance

Nora Tschirner hat zu ihrer neuen Hauptrolle in der Serie „The Mopes“ eine sehr persönliche Beziehung. Im Interview spricht sie darüber, wie sie ihre eigene Depression überwunden hat.

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          Frau Tschirner, der Grund, warum Sie – neben Ihrer Freundschaft mit der Autorin Ipek Zübert – bei der Serie „The Mopes“ dabei sein wollten, waren Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Depressionen. Andere Schauspieler nehmen lieber Abstand, wenn sie selbst betroffen sind. Solche Berührungsängste hatten Sie gar nicht?

          Sagen wir es so: die hatte ich, bis ich sie nicht mehr hatte. Früher hätte ich die Serie vermutlich noch nicht drehen wollen oder können. Ich musste die Sache für mich erst einmal angehen und mich darum nachhaltig kümmern, bevor ich mich getraut habe, darüber zu sprechen. Ich hätte mich selbst damals nicht in Gefahr bringen wollen, denn natürlich kann so ein Projekt auch ein Trigger sein. Jetzt stehe ich seit mehreren Jahren innerlich sicher, was das Thema angeht und meine Priorität hat sich dahin verschoben, den öffentlichen Diskurs diesbezüglich zu erweitern, um anderen Betroffenen zu helfen. Das Gelände ist bei mir so durchkartiert, dass ich extrem froh bin, darüber zu sprechen, weil das vielen Menschen helfen kann, das zeigen die Reaktionen nach jeder Veröffentlichung sehr deutlich. Das Thema Depression ist eben keine Privatsache. Und es würde mich extrem glücklich machen, wenn wir da endlich mal vorankommen. Ich hoffe sehr, dass wir es endlich aus der Igitt-Ecke kriegen.

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