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Mehr Ausstrahlung lernen : Wie wird man zum Charismatiker?

Rauchen als Markenzeichen: Egal wie man zu Helmut Schmidt stand – dass er Charisma besaß, dürfte niemand bestreiten. Bild: dpa

Warum schlagen manche Menschen alle in ihren Bann und andere wirken so unscheinbar? Der Kommunikations-Coach Uwe Hermannsen hat Antworten und glaubt: Jeder kann seine Ausstrahlung verbessern. Nur wie?

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          Herr Hermannsen, Sie wollen Menschen in Ihren Seminaren zu mehr Ausstrahlung verhelfen. Welche Persönlichkeit aus der Geschichte kommt Ihnen als erste in den Sinn, wenn Sie an Charisma denken?

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Martin Franke
          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Mir fällt immer als Erster Helmut Schmidt ein. Das ist für mich ein Paradebeispiel für einen charismatischen Menschen.

          Was macht das Charisma von Helmut Schmidt Ihrer Ansicht nach so besonders? Seine Authentizität?

          Die Frage ist sehr komplex zu beantworten. Jeder Mensch verfügt über einen emotionalen Gesamteindruck, den er bei anderen hinterlässt. Und der setzt sich aus unterschiedlichen Dingen zusammen. Helmut Schmidt wirkte nicht nur im Alter so, der wirkte auch als junger Politiker so. Helmut Schmidt war authentisch, allerdings dem Gegenüber, der Situation und seinen Zielen angepasst. Wir sprechen hier von angepasster Authentizität. Das machte ihn aus unserer Sicht berechenbar, und berechenbare Menschen wirken immer sympathischer als unberechenbare. Seine stimmliche und körpersprachliche Rhetorik haben sich wie ein roter Faden durch sein Leben gezogen; er kommunizierte anders als die meisten Menschen. Er versprühte kein Verbalanästhetikum. Auch wenn die Inhalte nicht so interessant schienen, hat er sie interessant gemacht – durch die Art und Weise, wie er sie verpackte. Allein die Inszenierung der rhetorischen Pausen mögen ein Beispiel dafür sein.

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